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Volcker-Regel
Morgan Stanley und Co. macht Risikoabbau Mühe

New York: Finanzmarktreformen sind für US-Banken offenbar ein Problem.  CC/Flickr

US-Banken hatten fünf Jahre Zeit, Risiken abzubauen. Offenbar brauchen sie nun länger, um die aus der Finanzkrise geborenen Vorgaben zu erfüllen. Die Bitte um Aufschub käme für die Fed ungelegen.

Veröffentlicht am 13.08.2016

Führende Banken an der Wall Street wollen Insidern zufolge bei der Umsetzung von Finanzmarktreformen mehr Zeit bekommen. Dabei geht es um Vorgaben, die nach der Finanzkrise erlassen wurden und mit denen Geldinstitute verpflichtet werden, nicht zu grosse Risiken einzugehen. Mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, unter den betroffenen Banken seien Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Chase.

Nach Darstellung der Konzerne können sie bestimmte Beteiligungen etwa an Investmentfonds im Moment kaum verkaufen. Sie fordern deswegen von der Notenbank weitere fünf Jahre Zeit, um die sogenannte Volcker-Regel zu erfüllen.

Keine Überraschung

Der Volcker-Regel zufolge kann Geldinstituten eine Übergangsphase von fünf Jahren eingeräumt werden, um «illiquide» Anlagen zu veräussern. Den Insidern zufolge hat die Fed die Banken bereits aufgefordert, Einzelheiten zu den betroffenen Investments zu übermitteln. In der Branche wurde bereits erwartet, dass die Geldhäuser um Aufschub bitten.

Die Fed-Bankenaufseher sind dabei in einer schwierigen Lage: Kommen sie der Wall Street weit entgegen, dürfte dies auf Kritik in der Öffentlichkeit stossen. Legen sie die Regeln streng aus, könnten sie für Verluste verantwortlich gemacht werden, die die Banken mit Notverkäufen einfahren. 

JPMorgen mit kleinerem Problem

Die Wall-Street-Institute sind von den Vorgaben unterschiedlich stark betroffen: So hatte Goldman Ende Juni 7 Milliarden Dollar in Private-Equity-Fonds, Immobilienholdings oder Hedgefonds investiert, die unter die Volcker-Regel fallen. Bei JPMorgan sind es etwa 1 Milliarde Dollar.

(reuters/jfr)

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