Die 2004 vom ehemaligen Crossair-Patron Moritz Suter begründete Hello erneuert ihre Flotte. Die drei Boeing MD90 der Basler Airline haben ausgedient und werden durch vier Airbus A320 ersetzt. Im November 2010 wird die erste Maschine zur Flotte stossen, bis im April 2011 folgen die restlichen.

Die Sitzplatzkapazität bei Hello wächst dadurch auf fast 700, nachdem sie zuvor auf knapp 500 halbiert worden ist. 2009 standen noch sechs MD90 im Einsatz. Die Krise zwang Hello dazu, drei davon aus dem Verkehr zu nehmen, auch der Mitarbeiterbestand wurde von 180 auf 120 Angestellte reduziert. Die Nachwehen des Abbaus wird Hello im Resultat für 2010 schmerzlich zu spüren bekommen. Der Umsatz wird gemäss CEO Robert Somers um rund 40% auf noch 50 Mio Fr. zusammenschmelzen.Damit sei nun Schluss. «Wir bauen wieder aus», gibt Somers die Losung für 2011 heraus. Seine Ziele sind ambitionierter, als es die Flottenerweiterung um eine Maschine vermuten lässt. «Wir möchten 2011 doppelt so viele Flugstunden absolvieren als 2010», kündigt der Ire an. Der Umsatz soll sich auf 100 Mio Fr. gar mehr als verdoppeln und damit wieder den Wert von 2008 erreichen. Beim Personal erwartet Somers eine Aufstockung auf 150 bis 180 Angestellte.

Wachstum dank neuer Strategie

Die Strategie, die 2011 zum Erfolg führen soll, unterscheidet sich diametral von jener, die Hello von 2006 bis 2008 verfolgt hat. Damals konzentrierte sich die Airline vor allem auf das ACMI-Geschäft, bei dem Flugzeuge samt Besatzung an andere Gesellschaften ausgemietet werden. Robert Somers sagt, dass sich Hello mit ACMI verkalkuliert habe. «Dieses Geschäft war schlicht zu wenig rentabel.»Stattdessen setzt Hello heute vor allem auf Charterdienste ab Zürich und Basel im Auftrag von Reiseveranstaltern. Die wichtigsten Schweizer Kunden sind Hotelplan, ITS Coop Travel, Universal, Bentour und Express Travel. TUI Deutschland wird in der Sommersaison 2011 einen Hello-Airbus ab Basel für den Eigenbedarf vollständig übernehmen. «Für den Sommer 2011 sind heute bereits 80% aller Charterplätze verkauft», erklärt der Hello-CEO.Das Chartergeschäft macht schon heute rund 80% aller Flugbewegungen aus. Nur noch 5% sind ACMI. Die restlichen 15% entfallen auf sogenannte Ad-hoc-Aufträge. Das sind zum Beispiel Flüge für das Militär und andere Organisationen wie Fussballvereine, die mit Hello etwa zu Champions-League-Spielen fliegen.

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