Am Dienstag dieser Woche wurde es offiziell besiegelt: Hotel-Riese Accor übernimmt Mövenpick Hotels & Resorts. 560 Millionen Franken blättern die Franzosen für die Schweizer Hotelkette hin und werden sie in ihr Luxus-Segment eingliedern, wo Marken wie Raffles,  Fairmont und Pullman siedeln.

Accor prüft Synergien

Wie die Accor-Führungsriege bekanntgab, beginne nun eine einjährige Übergangsperiode. Vermutlich werden die Franzosen prüfen, ob und wie man die bereits 2016 geschluckte Swissòtel-Gruppe hinter den Kulissen mit den Mövenpick-Hotels verzahnen kann.

Während das Accor-Management den Ball bezüglich der Mövenpick-Hotels flach hält, ergibt sich eine wichtige Änderung an der Spitze: Olivier Chavy, der die Mövenpick-Hotels seit 2016 leitete, verlässt die Firma. Sein finales Check-Out gab Chavy über das Karriere-Portal LinkedIn bekannt.  

Noch 2017 eine Übernahme ausgeschlossen

Mit einer «Mischung aus Dankbarkeit, Stolz und etwas Traurigkeit» trete er ab. Ohne Angabe von konkreten Gründen. Vielleicht findet sich der Grund in einem Interview vom Mai 2017.

Als die «Hotel-Revue» damals fragte, ob die Mövenpick-Hotels ein Übernahmeziel seien, lehnte Chavy entschieden ab. Sechs Monate später pirschte sich Accor an. Erfolgreich, wie man heute weiss.  

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