«Die Einhaltung des Abkommens mit den USA ist enorm wichtig für die Schweiz», warnt Aussenministerin Micheline Calmy-Rey das Bundesparlament. National- und Ständerat werden im Sommer entscheiden, ob sie das Amtshilfeabkommen im Fall UBS nachträglich genehmigen. Laut Calmy-Rey bleibt den Parlamentariern keine Wahl: Was bei einem Nein passieren würde, «daran will ich nicht einmal denken», sagt sie im Interview.

Die Bundesrätin zeigt sich «zuversichtlich», dass das Parlament dem Vertrag zustimmen wird. «Die Schweizerinnen und Schweizer haben immer schon gewusst, wo ihre Interessen liegen», so Calmy-Rey.

Doch da könnte sie sich täuschen: Viele Politiker sind über das Vorgehen des Bundesrates im Fall UBS verärgert. «Nachdem der Bundesrat das Abkommen gegen den Willen der nationalrätlichen Wirtschaftskommission letzte Woche vorzeitig in Kraft gesetzt hat, sind die Sympathien für das Abkommen nicht gestiegen», warnt Nationalrat und WAK-Präsident Hansruedi Wandfluh.