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Murdoch: Die Milliarden sprudeln trotz Skandal

Rupert Murdoch: Finanziell hat ihm der Skandal um seine «News of the World» bisher nicht geschadet. (Bild: Keystone)

Rupert Murdochs Medienkonzern News Corporation kommt bisher finanziell fast unbeschädigt über den britischen Abhörskandal hinweg: Das Geschäftsjahr per Ende Juni schliesst News Corp. mit 2,74 Milliard

Veröffentlicht am 11.08.2011

Der US-Konzern News Corporation des umstrittenen Medienmoguls Rupert Murdoch hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2010/2011 um 7,9 Prozent auf 2,74 Milliarden Dollar gesteigert. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 33,4 Milliarden Dollar.

Trotz des Abhörskandals in Grossbritannien verdiente das Unternehmen auch im vierten Quartal 683 Millionen Dollar. Das sind 22 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, wie News Corporation mitteilte. Ein Hauptgrund waren Kosten von 254 Millionen Dollar, die auf den günstigen Verkauf des einst weltgrössten Online-Netzwerks MySpace zurückgehen.

Der Quartalsumsatz rückte auf 8,96 Milliarden Dollar vor nach 8,11 Milliarden im Vorjahresquartal. Die Zahlen fielen besser aus als von Analysten erwartet worden war.

«Obwohl dieses Quartal aus finanzieller Sicht erfolgreich war, sah sich unser Unternehmen im Zusammenhang mit unserer Londoner Boulevard Zeitung «News of the World» in den letzten Wochen mit grossen Herausforderungen konfrontiert», liess News Corporation-Chef Rupert Murdoch in einem Communiqué mitteilen.

Murdoch: Keine Auswirkungen auf andere Geschäftszweige

Es sei jedoch wichtig zu unterstreichen, dass der Skandal in Grossbritannien keine grossen Auswirkungen auf die anderen Geschäftszweige gehabt habe, hiess es weiter. Doch «wir werden in dieser Affäre mit Entschlossenheit vorgehen und alles Nötige unternehmen, um solche Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern», hiess es.

Die Affäre um die inzwischen eingestellte «News of the World» hatte Grossbritannien während Wochen erschüttert. Journalisten der Boulevardzeitung sollen nicht nur Prominente abgehört und Polizisten bestochen, sondern auch Mobiltelefon-Mailboxen der Angehörigen von getöteten Soldaten sowie eines entführten Mädchens geknackt haben.

Die Affäre brachte nicht nur den Konzern ins Wanken, sondern auch Grossbritanniens Premierminister David Cameron in Erklärungsnöte, der enge Beziehungen zur Murdoch-Presse gepflegt hatte.

(cms/tno/sda)

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