Die Musik-Download-Seite Napster kehrt zurück ins Netz. Der Online-Musikdienst Rhapsody kündigte an, er wolle den Namen des Pioniers des «Music Sharing» aus der Frühzeit des Internets verwenden: «Rhapsody wird zu Napster». Rhapsody hatte 2011 die Markenrechte an Napster erworben.

Der Download-Dienst war 1999 unter anderem von Silicon-Valley-Promi Sean Parker gegründet worden und hatte dem kostenlosen Austausch von Musikdateien zwischen privaten Internetnutzern zum weltweiten Durchbruch verholfen.

Napster-Mitbegründer ging zu Facebook

Als ein US-Gericht jedoch zwei Jahre später entschied, dass die Seite ein illegales Forum für Raubkopierer darstellt, musste Napster sein Angebot schliessen und ging wenig später bankrott. Mitgründer Parker zog weiter und wurde der erste Chef des damals gerade gestarteten sozialen Netzwerks Facebook.

Die Marke Napster aber lebte weiter: Die US-Handelskette Best Buy kaufte 2008 für 121 Millionen Dollar die Namensrechte und verkaufte sie später für einen unbekannten Preis an Rhapsody weiter. Das mit geschätzt 3,5 Millionen Abonnenten verhältnismässig kleine Unternehmen nutzt den Namen des einst kostenfreien Tauschdienstes nun, um sein kostenpflichtiges Download-Angebot voranzubringen.

Anzeige

(sda/jfr/ama)