Der Verband der Musikindustrie Schweiz, Ifpi, veröffentlicht die Jahreszahlen 2011. Die 31 in der Ifpi Schweiz zusammengeschlossenen
Musiklabels erzielten 2011 einen Gesamtumsatz von 124,1 Millionen Franken. Der Rückgang des Gesamtumsatzes gegenüber 2010 beträgt 23.2 Millionen Franken oder 15.75 Prozent.

Zwar nahmen die digitalen Verkäufe via Internet gegenüber dem Vorjahr um rund 18 Prozent zu, nämlich von 26.3 Millionen Franken auf 31.1 Millionen Franken. Diese Zunahme um 4.8 Millionen reicht jedoch nicht aus, um den erneuten Umsatzrückgang im traditionellen CD-Vertrieb im Umfang von 28 Millionen Franken wettzumachen, schreibt die Ifpi in ihrer Pressemitteilung.

Die Einnahmen seien - gemessen am tatsächlichen Musikkonsum - viel zu gering. Der Interessenverband fordert deshalb einen besseren Schutz der legalen Musikangebote vor illegaler Konkurrenz.

Positiv zu vermelden sei, dass die Breite des verfügbaren legalen Angebots für den Konsumenten erneut zugenommen habe. Neben zahlreichen Download-Portalen, von denen iTunes das meistgenutzte ist, gibt es auch Streaming-Angebote wie Simfy oder neu auch Spotify. Sofern der Nutzer Werbeeinblendungen akzeptieren will, ist es ihm so möglich, Musik auch auf legalem Weg gratis zu hören.

(chb/muv/sda)

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