Im Streit über Urheberrechtsverletzungen auf der Online-Videoplattform YouTube hat der Betreiber Google einen Erfolg vor Gericht erzielt. Ein Gericht in New York lehnte einen Antrag ab, zahlreiche Fälle in einer riesigen Sammelklage zusammenzufassen.

Von Fall zu Fall entscheiden

Als Begründung führte der Vorsitzende Richter Louis Stanton an, dass Urheberrechtsfragen oft sehr unterschiedlich gelagert seien und deshalb von Fall zu Fall entschieden werden müssten. Eine Sammelklage sei daher nicht sinnvoll.

Im Fall von Googles YouTube würden auch logistische Gründe dagegen sprechen. «Die Idee, dass eine Sammelklage von dieser Dimension mit richterlichem Einfallsreichtum geregelt werden könnte, ist zwar schmeichelhaft, aber unrealistisch», schrieb Stanton in der Urteilsbegründung. Hätte das Gericht die Sammelklage angenommen, wäre der Fall zu einem Mammutprozess geworden.

Auch Premier League klagt

Die Sammelklage gegen YouTube war 2007 unter anderem von der English Premier League, dem französischen Tennisverband und einer Reihe von Musikverlagen eingereicht worden. Nach Angaben von Klägern hätten die Sammelklage die Interessen Tausender Geschädigter weltweit gebündelt. Ein Anwalt erklärte, die Klägerseite erwäge eine Anfechtung der Entscheidung. Google nahm nicht Stellung.

(chb/sda)