Elon Musk ist der Unternehmer der Stunde: Sein Konzern Telsa ist führender Hersteller von Elektroautos und selbstfahrenden Fahrzeugen – innert wenigen Jahren hat Musk ihn zum wertvollsten US-Autokonzern gemacht.

Ähnlich ergeizige Ziele verfolgt Musk mit SolarCity: Mit der Tesla-Tochter versucht der gebürtige Südafrikaner, die Amerikaner für Solarenergie zu gewinnen. Sein Raumfahrtsunternehmen SpaceX  will Touristen ins All schicken. Für später hat sich Musk die Kolonisierung des Mars vorgenommen.

Musks grösster Albtraum

Doch Musk muss sich auch mit gewöhnlichen Problemen herumschlagen: Bei Tesla in Kalifornien herrscht Chaos auf dem Parkplatz. «Parkieren gehört zu meinen grössten Albträumen», sagte der Tesla-Chef kürzlich an einer Investorenkonferenz laut dem «Wall Street Journal».

In der Fabrik bei Fremont arbeiten 6000 Angestellte – Parkplätze hat es aber nur 4500.  Auch bei der Firmenzentrale in Palo Alto gibt es zu wenig Platz für Fahrzeuge.

Bilder des Schreckens

Die Mitarbeiter äussern ihren Frust über die fehlenden Parkiermöglichkeiten auf Instagram: Fotos von überfüllten Parkfeldern und abenteuerlich abgestellten Autos dokumentieren das Leid.

Viele Angestellten haben offenbar Strategien entwickelt, um sich einen Parkplatz zu sichern: Manche kommen früh am Morgen und machen vor Arbeitsbeginn ein Schläfchen hinter dem Steuer. Häufig sind auch Deals zwischen Mitarbeitern, die zu unterschiedlichen Arbeitszeiten arbeiten: Sie reservieren sich gegenseitig ein Feld.

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Auch Musk stellt dort sein Auo ab

Die prekären Verhältnisse sind ein Resultat des ungewöhnlichen Wachstums von Tesla. In den letzten zwei Jahren vergrösserte das Unternehmen die Zahl seiner Mitarbeiter um drei Viertel auf 17'000. Die Firmenzentrale in Palo Alto war für 350 Mitarbeiter vorgesehen. Wie viele es jetzt sind, will Tesla nicht verraten – der Blick auf den Parkplatz lässt aber einen klaren Schluss zu, es ist eine Vielzahl.

Was verärgerte Mitarbeiter vielleicht tröstet: Offenbar benutzt auch der Chef Elon Musk den Parkplatz, wie das Unternehmen versichert.

Auch Amag hatte ein Parkplatz-Problem

Tesla ist nicht der einzige Autokonzern mit Parkplatz-Problemen: Bei Daimler sind am Hauptsitz in Stuttgart Parkplätze ebenfalls rar, wie die «Süddeutsche Zeitung» herausgefunden hat.

Und  für den Schweizer VW-Importeur Amag waren die fehlenden Parkplätze einer der Hauptgründe für den Umzug von Zürich nach Zug: Der neue Hauptsitz in Cham bietet jetzt Mitarbeitern genügend Platz, ihr Auto abzustellen.