Lang, tief und rundum verschalt – das Future-Bike Luxair scheint von einer Serienproduktion Lichtjahre entfernt zu sein – doch der Schein trügt. Gleichzeitig angetrieben von einem Verbrennungsmotor und einem in der Hinterradnabe integrierten Elektroaggregat verspricht das erste Hybridmotorrad von Yamaha echte Innovation. Wird stark beschleunigt, wirkt der Elektromotor unterstützend, im Schiebebetrieb – beim Bremsen und bei Talfahrten – arbeitet er als Generator zum Aufladen der Batterie.

Etwas Ähnliches tut sich bei den Vierrädern. Tesseract heisst ein Vierrad-Hybridkonzept von Yamaha. Im Unterschied zu Quads und ATV neigt sich die Tesseract bei Kurvenfahrten wie ein normales Rad in Schräglage. Um das Umkippen beim Anhalten zu verhindern, wird das Neigesystem im Stillstand automatisch blockiert. Im Vergleich zu konventionellen Motorrädern verspricht die Tesseract mehr Stabilität und Sicherheit sowie höhere Leistung und eine deutlich bessere Energieeffizienz durch den Hybridantrieb mit Benzin- und Elektromotor.

Etwas exotisch kommt «Bobby» daher: Er sieht aus wie ein klappbares Serviertischchen, doch ist er weit mehr als das. Leicht, kompakt und mit wenigen Handgriffen zusammenklappbar, passt der pfiffige Elektroroller in jeden durchschnittlich grossen Autokoffer-raum. Der im Mittelteil untergebrachte Akku kann mit einem Handgriff ausgetauscht oder an die Ladestation angeschlossen werden. Das persönlich codierte Handy ersetzt den Zündschlüssel.

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Brennstoffzellenantrieb

Noch ein bisschen weiter in die Zukunft blickt Yamaha mit den beiden mit Brennstoffzellen betriebenen Zweirad-Prototypen FC-Dii und FC-Aquel. Letzterer verfügt über ein System, welches mit komprimiertem Hydrogengas arbeitet. In Kombination mit einer zweiten, wieder aufladbaren Batterie sowie durch Metall-Seperatoren in den Brennstoffzellen konnte ein leichtes, kompaktes Fahrzeug mit hoher Effizienz erreicht werden. Gleiches gilt für den Prototypen FC-Dii, den Yamaha in Zusammenarbeit mit der «New Energy and Technology Development Organization» entwickelt hat. Das mit einem Methanol-/Wassergemisch betriebene Brennstoffzellensystem weist die bislang höchste Feststoffdichte der kW1-Klasse auf.

Zurzeit ist die Ökobilanz von mit Brennstoffzellen betriebenen Fahrzeugen noch negativ. Das heisst, der Aufwand zur Herstellung und Speicherung des Betriebstoffes ist höher als zum direkten Betrieb des Fahrzeuges selbst. Doch das könnte sich in einer Zeit von Klimaschutzdebatten, Treibstoffzuschlägen und permanent steigenden Rohstoffpreisen schneller als erwartet ändern.