Die Finanzkrise brachte nicht nur Verlierer hervor, sondern sorgte auch für positive Effekte. So trug die Krise dazu bei, dass sich in Asien die Unternehmen und damit auch die Finanzmärkte graduell vom globalen Zyklus abkoppeln. Damit kommen die Vorteile der Region verstärkt zum Tragen. Denn die Banken sind liquide und willig, Gelder auszuleihen. Die Konsumenten sind nicht überschuldet, verfügen über satte Sparpolster und einen hohen Nachholbedarf. Dank diesen Faktoren, der demografischen Dynamik und den günstigen Arbeitskräften sind Asiens Firmen im globalen Wettbewerb gut positioniert. Kein Wunder, hat sich diese Region von der Rezession besser erholt als andere Länder.

Kulturwandel

Die wirtschaftliche Abhängigkeit von der westlichen Welt konnte in den vergangenen Jahrzehnten stark vermindert werden. So kann der durch die Krise abnehmende Export in die westlichen Industrieländer weitgehend durch steigende Investitions- und Konsumausgaben in den asiatischen Binnenmärkten kompensiert werden. Das enorme Konjunkturpaket Chinas trägt das seine dazu bei. 2009 überraschte das Reich der Mitte mit einem BIP-Wachstum von 8,7%. Asien besteht aber nicht nur aus dem China-Wunder. Auch Indonesien, Indien, Hongkong oder Singapur, um nur einige zu nennen, verzeichnen enormes Wachstum. Wir rechnen für die ganze Region mit einem hohen BIP-Wachstum von 7,7% für 2010. Demgegenüber werden die USA (2,7%), Euroland (1,3%) oder Japan (1,5%) weit weniger zulegen. Aus diesen guten Aussichten für Asien kann mit einer Dividendenstrategie direkter Profit geschlagen werden. Denn mit dem asiatischen Kulturwandel in den vergangenen Jahrzehnten, der von Unternehmensrestrukturierungen und umsichtigerer Corporate Governance geprägt war, gewinnen Dividendenzahlungen immer mehr an Bedeutung.

Früher wurde dem Shareholder Value kaum Beachtung geschenkt. Der Wert, den Zahlungen an Aktionäre erbringen können, wurde aber mittlerweile erkannt. So beschert die Region den Anlegern jetzt regelmässige und konsistente Gewinne. In den vergangenen 20 Jahren machten Dividendenzahlungen 50% der Gesamtrendite aus. Zudem haben Aktien mit hohen Dividenden den Gesamtmarkt in zehn von zwölf Jahren geschlagen.

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Firmen mit Reserven

Die Unterbewertung der asiatischen Aktien ist aufgrund der letztjährigen Rally wieder verflogen. Die Aktien bewegen sich mittlerweile auf ihrem Zehn-Jahres-Durchschnitt. Kurzfristig wird sich der Markt aufgrund der weiterhin unsicheren Wirtschaftserholung volatil gestalten. Umso wichtiger erscheint es, mit einer klaren Strategie in stabile Werte zu investieren. Dabei erscheinen für uns momentan jene Firmen attraktiv, welche über grosse Reserven verfügen und nachhaltige Gewinne schreiben. Dank Engagements in solch qualitativen Firmen, bei denen dauerhafte und hohe Dividendenzahlungen erwartet werden können, kann der Volatilität des Marktes entgegengewirkt werden. Denn die Rendite wird durch die Dividendenzahlungen sichergestellt. Ausserdem kann mittels UCIT-III-Strukturen das Potenzial der High-Dividend-Märkte noch besser ausgeschöpft werden. Wir sind nun fähig, dank Derivatestrategien wie Overwriting (Verkäufe von Call-Optionen) oder strukturierten Produkten, die Einkommen zu erhöhen oder zusätzlich Kapitalschutz einzubauen.

Hohe Renditen

Am attraktivsten erscheinen momentan Singapur und Thailand, wo im Schnitt mehr als 5% Dividendenrendite geboten werden. Aber auch China, Hongkong und Taiwan sind mit Dividendenrenditen von über 4% äusserst attraktiv. Indien, Korea und Japan sind hingegen zu meiden, da in diesen Ländern keine dividendenfreundliche Aktionärspolitik betrieben wird. Allgemein setzen wir stark auf Firmen, die ihren Hauptsitz auch in Asien haben, und verzichten ausserdem momentan auf zyklische Titel. Branchenmässig erscheinen vor allem Aktien im Finanz- und Telekombereich sowie Industriewerte lukrativ.