Die GV-Premiere zur Umsetzung der Abzocker-Initiative ist gelungen: Die 160 anwesenden Aktionäre des Elektronikkomponenten-Herstellers Schaffner haben als erste ihre erweiterten Bestimmungsrechte ausgeübt. Sie folgten in allen Punkten dem Verwaltungsrat.

Die Vorgängig viel diskutierten neuen Bestimmungen der Abzocker-Initiative und der entsprechenden «Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV)» gaben in Solothurn nicht zu reden. Die Schaffner-Generalversammlung stimmte ohne Widerspruch und in allen Punkten den Anträgen des Verwaltungsrats zu.

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Insbesondere die Statutenänderungen zur Vergütung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung hätten für Diskussionsstoff sorgen können. Etwa, ob die Fixlöhne und Boni für das Management und den Verwaltungsrat vorgängig oder erst nach Bekanntwerden der Jahreszahlen abgesegnet werden sollen.

Alle Verwaltungsräte wiedergewählt

«Für Schaffner ist die Sachlage aber klar: Nur die prospektive - also vorgängige - Abstimmung bringt Rechtssicherheit für das Unternehmen», betonte Verwaltungsratspräsident Daniel Hirschi eingangs der Versammlung. Mit 90,36 Prozent Ja-Stimmen folgten die Aktionäre den Worten ihres Präsidenten.

Ausserdem wurden alle Verwaltungsräte, der Verwaltungsratspräsident, der Vergütungsausschuss, der Stimmrechtsvertreter sowie die Revisionsstelle wiedergewählt. Gemäss den neuen Bestimmungen wählt die Generalversammlung diese neu einzeln und für die Dauer eines Jahres. Die Abstimmungen sind bindend. Blosse Konsultativabstimmungen sind nicht mehr zulässig.

(sda/chb)