Neben dem SNB-Bericht war das allgemeine Sentiment an der Schweizer Börse durch die Abstufungen Spaniens und Zyperns durch Moody's belastet, hiess es von Marktteilnehmern. Die Zinsen für spanische, aber auch jene für italienische Staatsanleihen stiegen deutlich an.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 0,61 Prozent niedriger bei 5908,51 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 0,66 Prozent auf 5495,71 Zähler.

Das bestimmende Thema am Schweizer Aktienmarkt waren die Grossbanken. Wegen der auf kurze Sicht hohen Risiken für eine markante Verschlechterung der Marktsituation forderte die SNB Credit Suisse und UBS auf, ihre Eigenkapitalbasis schneller zu stärken als geplant.

Das belastete insbesondere die Aktie der Credit Suisse, die um 10,5 Prozent einbrach. Die Aussicht auf eine mögliche Dividendenkürzung oder gar eine Kapitalerhöhung sorgte für Unruhe bei den Investoren. Auch die UBS-Titel verloren an Wert, erholten sich zum Schluss jedoch wieder und gingen mit einem Minus von 0,3 Prozent aus dem Handel.

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Andere Finanztitel glichen Verluste aus

Auch andere Valoren aus dem Finanzsegment konnten anfängliche deutliche Verluste wieder eingrenzen und zum Handelsschluss ins Plus drehen. So legten die Titel der Privatbank Julius Bär (+0,4 Prozent) sowie der Versicherer Bâloise (+0,4 Prozent), Swiss Re (+1,1 Prozent), Swiss Life (+0,8 Prozent) und Zurich Insurance (+0,8 Prozent) am Ende allesamt zu.

Unter den zyklischen Werten stachen die Aktien des Computerzubehörherstellers Logitech mit einem Wertgewinn von 2,1 Prozent heraus. Deutlich niedriger schlossen hingegen die Papiere der Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont (-2,4 beziehungsweise -1,7 Prozent).

Auch die Aktien des Industriekonzerns ABB (-1,2 Prozent) und des Liftherstellers Schindler (-1,1 Prozent) verzeichneten Verluste. Die Titel des Zementherstellers Holcim (-1,4 Prozent) setzten die Abwärtsbewegung der vergangenen Tage fort.

Geberit verlieren am ersten SMI-Handelstag

An ihrem ersten Handelstag im SMI gehörten auch die Aktien des Sanitärtechnikkonzerns Geberit mit -0,8 Prozent zu den Verlierern. Die Titel haben jene von Synthes im SMI ersetzt. Die Synthes-Aktien wurden am Mittwoch das letzte Mal an der Schweizer Börse gehandelt und werden am 18. Juni dekotiert. Die Aktie des Bauzulieferers Sika rückten für Geberit in den SLI und schlossen 4,8 Prozent tiefer.

Die Aktien der beiden Pharmaschwergewichte Roche und Novartis verbilligen sich mit Verlusten von 0,4 beziehungsweise 0,6 Prozent ebenfalls. Die Papiere des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (+0,1 Prozent) dagegen geben dem SMI ein wenig Stabilität.

Auch die Titel des Telekomkonzerns Swisscom notierten nach Abschluss eines neuen Gesamtarbeitsvertrags mit 1,9 Prozent deutlich höher. Ebenfalls auf der Gewinnerliste fanden sich die Aktien des Agrochemiekonzerns Syngenta (+0,6 Prozent), des Personalvermittlers Adecco (+0,2 Prozent) und des Chemiekonzerns Clariant (+0,1 Prozent).

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(laf/sda)