Die bisherige zunehmend zeit-, personal- und somit auch kostenintensive dezentrale Lösung hat den Hersteller von Verkabelungssystemen, die Firma Reichle & De-Massari (R&M), Wetzikon, dazu bewogen, die Waren- und Informationsflüsse zu optimieren. Aus diesen Überlegungen ist in einer strategischen Neuausrichtung die Vereinigung von Entwicklung, Produktion und Logistik an einem zentralen Standort, dies in einem modernen Kubus, entstanden. Durch die Verringerung der Wege konnte ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil erlangt werden. Der Warenfluss wurde extrem beschleunigt und auch die Kommunikation verbessert. Dadurch ist das Unternehmen in der Lage, den hohen Qualitätsstandard seiner Produkte und Dienstleistungen weiter auszubauen und Prozesse zu verbessern. In der Stöcklin Logistik AG, Dornach, hat Reichle & De-Massari einen Partner für die Logistik gefunden, dessen Anspruch an Qualität, Standardisierung, Nachhaltigkeit und Innovation dem eigenen Anforderungsprofil entspricht.

Der kubische Monolith mit einem durchgehenden ökonomisch effizienten Gebäuderaster besteht aus sechs Geschossflächen (EG und fünf Stockwerke) sowie einem Untergeschoss. Die vier gleichlangen Gebäudeschenkel gewähren in Kombination mit der flexiblen Raumbildung optimale Abläufe im Tagesgeschäft. Der zusätzliche Lichteinfall über die Innenhoffassade ergibt eine hohe Lichtdurchflutung und bildet einen Mehrwert in der Flächennutzung. Das Gebäude erstreckt sich bis zum 3. Obergeschoss über einen Glasverbindungsbau zum Hochregallager und ermöglicht mit dieser Anordnung einen kurzen Ablauf zwischen der Produktion sowie der Kommissionierzone und dem Lager.

Planung aus einer Hand

Als Generalunternehmer für die Logistik hat Stöcklin die komplette Einrichtung für das in Silobauweise erstellte Hochregallager, die vorgelagerte Kommissionierzone und auch die Paternosterlager geliefert. Das Hochregallager, welches sowohl Fertigprodukte wie auch Halbfabrikate und Rohmaterialien lagert, ist fördertechnisch auf drei Ebenen ausgelegt. Die oberen beiden Ebenen stellen jeweils die Verbindung zwischen dem Lager und der Produktion, welche sich auf der 2. und 3. Etage befinden, sicher. Damit lassen sich die zentralen Kriterien einer effizienten Nachschubversorgung lösen, was für den reibungslosen Ablauf der Produktion unumgänglich ist. Auf der unteren Ebene, im Erdgeschoss, wird das Lager von einem Hochleistungsverschiebewagen bedient; hier werden die Paletten für die Kundenkommissionierung an den beiden U-Kommissionierplätzen abgegeben. Ebenfalls befindet sich auf diesem Geschoss der Wareneingang. Paletten, die entweder mit Rohmaterialien oder mit Fertigprodukten bestückt sind, werden an einer der sechs Lastwagen-Rampen angeliefert und gelangen über einen I-Aufgabepunkt mittels Verschiebewagen in das Lager.

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Die neue durchdachte Logistikplattform, welche im Einschicht-Betrieb an fünf Tagen die Woche jeweils zehn Stunden betrieben wird, bietet Platz für 4850 Paletten. Hier verrichten drei Regalbediengeräte (RBG) des Typs Master 24 von Stöcklin ihren Dienst und versorgen die Stellplätze für Euro-1-Paletten in einer einfachtiefen Lagerung auf einer Länge von 50 Metern und einer Höhe von 24 Metern.

Hochdynamische Fahrwerke in Verbindung mit modularer Bauweise und einem verwindungssteifen Mast stehen für ein Maximum an Leistung sowie hohe Verfügbarkeit. Die Geräte erreichen in Spitzen bedarfsgerechte Geschwindigkeiten von bis zu 2,5 Meter/Sekunde und beschleunigen hierbei um 0,4 Meter/Sekunde. Parallel sind je RBG 35 Doppelspiele in der Stunde möglich. Das pufferlose Bremssystem im Gassenbereich bietet eine hohe Sicherheit für die bis zu 1000 Kilo schwere Ladung. Um auch hier dem Thema Green Logistics gerecht zu werden, hat man eine spezielle Technik eingesetzt, durch welche die Energie, die bei der Bremsung der Regalbediengeräte frei gesetzt wird, wieder in den Stromkreislauf zurückgespiesen und somit weiter verwendet wird.

Fehlerquote liegt praktsich bei null

Die Zentralisierung reduziert Transporte zwischen den vormals einzelnen Produktionsstätten, was zu einer deutlichen Verbesserung der Lieferzeiten beiträgt. Die automatisierten Prozesse senken die Fehlerquote gegen null und tragen wesentlich zu höherer Logistikqualität und Liefertreue bei, ein Umstand, der nicht zuletzt auch das Vertrauen der Kunden in die Qualitätsmarke R&M stärkt. Gleichzeitig können so mittel- bis langfristig deutlich Kosten gespart werden. R & M hat sich hohe Ziele im Bereich der Effizienzsteigerung gesetzt. Stöcklin konnte im Logistikbereich mithelfen, diverse Prozesse zu vereinfachen und somit Reaktionszeiten zu verkürzen. Mit dem neuen Kubus konnten die gesetzten Ziele erreicht werden, womit R&M Masstäbe in allen Teilbereichen setzen kann und sich damit auch zum Standort Schweiz bekennt.