Weder bei der Amag, dem dank Volkswagen, Audi, Skoda und Seat umsatzstärksten Schweizer Autoimporteur, noch bei der BMW (Schweiz) AG kommt über die im letzten Jahr erarbeiteten Rekordwerte so richtig Freude auf. Dabei folgen die beiden Importeure, die einzigen übrigens, die Umsatzzahlen bekanntgeben, dem Branchentrend. Was sich vor zwölf Monaten für alle mehr als 50 in der Schweiz vertretenen Marken noch erwartungsvoll positiv angelassen hatte, endete - bei fast ausnahmslos allen Importeuren - im letzten Quartal mit einem Dämpfer. Hätte sich nämlich der Verkaufstrend der ersten sechs Monate auch im zweiten Semester fortgesetzt, so wären die gesamten PW-Neuimmatrikulationen in der Schweiz über die 300000er Grenze geklettert. So blieb aber letztlich noch ein Plus von minimen 1,4% auf 288525 frisch immatrikulierte PW.

Die Amag-Gruppe baute dabei ihre Leaderposition mit einem Marktanteil von 23,1% weiter aus, denn VW blieb mit grossem Abstand die meistverkaufte PW-Marke der Schweiz, Audi holte sich den Titel als meistgekaufte Premiummarke von BMW zurück, Skoda überschritt mit 11134 Immatrikulationen erstmals die 10000er Grenze und der VW Golf feierte zum 33. Mal den Titel «Meistgekaufter Schweizer PW».

Auch BMW kann feiern: Die Münchner Stammmarke und die Schwester Mini wurden gemäss Firmenangaben 20212-mal ausgeliefert (Zahlen differieren zu den offiziellen Immatrikulationen); stärkster Trumpf war bei BMW die 3er Reihe mit 6393 Verkäufen. Mit 2261 Auslieferungen (+5,1%) steuerte BMW (Schweiz) zudem auch in der Sparte Motorrad einen flotten Kurs.

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Für das laufende Jahr geben sich beide Importeure zurückhaltend zuversichtlich. Neue Modelle (bei VW der Golf VI, bei BMW der X1 und der Z4, bei Mini das neue Cabriolet) regen die Kauflust an, zudem wird vom Nachholbedarf eine Belebung der Nachfrage erwartet. Schliesslich sind Schweizer Autos im Durchschnitt über achteinhalb Jahre alt!