Der von starken Umsatzeinbussen gebeutelte Berliner Verlag streicht 40 Jobs. Wie der Mutterkonzern M. DuMont Schauberg in Köln mitteilte, sind 27 Arbeitsplätze in der Verwaltung und 13 Stellen in der Redaktion des Boulevardblatts «Berliner Kurier» betroffen.

Die Streichung von weiteren 46 Stellen könnte demnach noch folgen - dies hängt von der Zukunft der mehrheitlich ebenfalls zu DuMont gehörenden «Frankfurter Rundschau» ab, die Mitte November Insolvenz angemeldet hatte. Grosse Teile des Traditionsblattes werden in Berlin produziert; im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird derzeit aber nach neuen Investoren gesucht.

DuMont zufolge ist der Umsatz des Berliner Verlags, der auch die «Berliner Zeitung» herausgibt, im Anzeigen- und Beilagengeschäft bereits im Jahr 2011 um 4,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft.

Auch dieses Jahr werde der Umsatz voraussichtlich um weitere 5 Millionen Euro niedriger ausfallen. Vor diesem Hintergrund sei der Stellenabbau nötig, um die Strukturen im Verlag effizienter zu gestalten und diesen neu auszurichten, hiess es.

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In der deutschen Medienbranche häufen sich derzeit die schlechten Nachrichten. Nach der Insolvenz der «Frankfurter Rundschau» hatte in der vergangenen Woche auch der Hamburger Verlag Gruner + Jahr das Aus für die «Financial Times Deutschland» verkündet, was mehr als 360 Jobs kosten soll.

In der Insolvenz befindet sich auch die Nachrichtenagentur dapd. Dort war am Mittwoch 98 Mitarbeitern gekündigt worden.

(vst/sda)