1. Home
  2. Unternehmen
  3. Nestlé bunkert Milliarden für Streitfälle in Lateinamerika

Lebenmittelriese
Nestlé bunkert Milliarden für Streitfälle in Lateinamerika

Nestlé-Logo: «Potenzielle, rechtliche Risiken». Keystone

Nestlé hat 2014 deutlich höhere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten gebildet als noch im Jahr zuvor. Schwierigkeiten erwartet der Konzern vor allem in Lateinamerika.

Veröffentlicht am 22.03.2015

Nestlé hat per 31. Dezember 2014 Rückstellungen in Höhe von 3,8 Milliarden Franken gebildet - dies berichtet die Zeitung «Schweiz am Sonntag» unter Berufung auf die Konzernrechung

2,6 Milliarden davon sind dem Bericht zufolge für Rechtsstreitigkeiten vorgesehen. Das sind demnach 400 Millionen Franken beziehungsweise 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Hinzu würden sogenannte Eventualverbindlichkeiten in der Höhe von 2 Milliarden Franken kommen – 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Schwerpunkt Lateinamerika

Fast die gesamte Summe spare Nestlé für «potenzielle, rechtliche Risiken». Laut Geschäftsbericht beziehen sich diese «hauptsächlich auf arbeits-, zivil- und steuerrechtliche Streitigkeiten in Lateinamerika», zitiert die Zeitung.

Um welche juristischen Auseinandersetzungen es geht, wollte Nestlé-Sprecherin Meike Schmidt gegenüber « Schweiz am Sonntag» nicht sagen, «da es sich um laufende Verfahren handelt und Details wettbewerbsrelevant wären.»

(tno)

Anzeige