Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat 2012 insgesamt 10,6 Milliarden Franken verdient - 1,1 Milliarden Franken mehr als noch im Jahr davor. Grundlage des gestiegenen Gewinns war eine Umsatzsteigerung von 10,2 Prozent. Der Umsatz belief sich auf 92,2 Milliarden Franken.

Von Oktober bis Dezember ist Nestlé allerdings nicht mehr so schnell gewachsen wie noch in den Monaten davor. Von Januar bis September betrug das Umsatzplus 11 Prozent. Aus eigener Kraft, das heisst ohne die Akquisitionen von anderen Unternehmen, ist Nestlé 2012 um 5,9 Prozent gewachsen, wie aus dem Communiqué hervorgeht. 

Mit dem Umsatz stieg auch die operative Profitabilität: Die operative Ergebnismarge, die Nestlé ausweist, belief sich auf 15,2 Prozent und lag damit 0,2 Prozentpunkte höher als im Jahr davor. Das operative Ergebnis betrug mit 14,0 Milliarden Franken - 11,8 Prozent mehr als 2011.

Mit dem Ergebnis hat Nestlé das vergangene Jahr im Rahmen der Erwartungen der Branchenexperten abgeschlossen. Die von der Finanznachrichtenagentur AWP befragten Analysten hatten durchschnittlich mit einem Umsatz von 92,24 Milliarden Franken und einem Reingewinn von 10,57 Milliarden Franken gerechnet.

Fürs laufende Jahr rechnet Nestlé zwar mit einem weiterhin herausfordernden Geschäftsumfeld. Dieses aber biete dem Konzern die Möglichkeit, die Wettbewerbsvorteile auszuschöpfen und die Wachstumschancen zu nutzen, hiess es im Communiqué. Nestlé rechnet weiterhin mit einem organischen Wachstum des Umsatzes zwischen 5 und 6 Prozent und einer steigenden Marge.

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Paul Bulcke, der Konzernchef des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé, hat im vergangenen Jahr derweil fast gleich viel verdient wie bereits im Jahr davor. Bar und in Form von Aktien erhielt er eine Vergütung von total 9,97 Millionen Franken. 2011 beliefen sich Salär und Boni auf 9,80 Millionen Franken. Der Grundlohn des Nestlé-Chefs - also quasi das fixe Gehalt - stieg von 2,0 auf 2,38 Millionen Franken und betrug damit knapp 24 Prozent, wie aus dem veröffentlichten Geschäftsbericht von Nestlé hervorgeht.

Weniger Chef-Lohn als bei Roche und Novartis

Bulcke bewegt sich mit seiner Entlöhnung zwar weit oben auf der Liste der bestverdienenden Manager der Schweiz - allerdings nicht ganz oben. So wies der Pharmakonzern Roche für seinen Chef ein Gehalt von insgesamt 11,3 Millionen Franken aus, Konkurrent Novartis zahlte seinem Chef Joseph Jimenez gesamthaft 13,2 Millionen Franken. Insgesamt wurde der Nestlé-Geschäftsleitung 2012 Löhne und Boni in Höhe von 43,9 Millionen Franken ausbezahlt - nur unwesentlich mehr als im Jahr davor, als 43,5 Millionen Franken auf die Konten und in die Aktiendepots der obersten Manager flossen.

Nestlé-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck erhält für das Jahr 2012 insgesamt 6,97 Millionen Franken und damit gleich viel wie 2011. Dem ganzen Verwaltungsrat wurden total 11,6 Millionen Franken und damit geringfügig weniger als im Vorjahr ausbezahlt.

(muv/aho/sda)