Der Schweizer Nahrungsmittelmulti Nestlé hat Syrien als Produktionsort abgeschrieben, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet. Ende Februar wurde die Nestlé-Fabrik in Khan al-Sheikh bei einem Grossband vollständig zerstört, nachdem das Gebäude von einer Granate getroffen worden war.

Rebellen machten kurz danach die syrische Luftwaffe für die Zerstörung verantwortlich, während Staatsmedien von einem Sabotageakt der Opposition sprachen. Nestlé will sich nicht zur Herkunft der Granate äussern. Aber: «Die Fabrik wurde derart schwer beschädigt, dass es nicht möglich war und ist, die Produktion unter den herrschenden Umständen wieder aufzunehmen», sagt Sprecherin Meike Schmidt.

Nestlé setzt nun nur noch auf den Import. Die Fabrik nahe Damaskus wurde vor 15 Jahren in Betrieb genommen. Darin stellten die Mitarbeiter Nido-Milchpulver, Maggi Bouillons, Milo-Schokoladenmalzgetränke und Cerelac-Kleinkindzerealien her, und importierten löslichen Kaffee und Säuglingsnahrung. Beim Anschlag befanden sich keine Personen im Gebäude niemand getötet wurde. Die Fabrik galt als eine der modernsten im Nahen Osten.

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(chb)