Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé passt den Investitionsplan für die Schweiz infolge der Annahme der Zuwanderungsinitiative vorerst nicht an. Die Investitionen von 300 Millioenen Franken in die Nespresso-Fabrik in Romont seien nicht gestoppt worden, sagte Nestlé-CEO Paul Bulcke im Interview mit der Sonntagszeitung. Allerdings sieht er Probleme im Zusammenhang mit der Umsetzung der Initiative.

Unsicherheiten bezüglich des Grenzgängerstatus

Für den Betrieb vom Standort Romont brauche Nestlé beispielsweise 350 Leute, die zuvor teilweise aus dem Ausland geholt werden müssen, so Bulcke weiter. Als Reaktion auf die Initiative bestehe die Möglichkeit, dass andere Länder Barrieren und Hindernisse errichten würden, weil Europa den freien Warenhandel direkt mit der Personenfreizügigkeit verbinde.

Weiter schaffe die Initiative auch Unsicherheiten bezüglich des Grenzgängerstatus. «Wir haben Schweizer Fabriken, in denen zur Hälfte Grenzgänger arbeiten», so der Nestlé-CEO. Er vertraue aber darauf, dass die Schweiz mit der EU eine Lösung finden wird.

(dbe)