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Umschichtung
Nestlé reduziert Beteiligung an L'Oréal

Nestlé: Der Schweizer Konzern schichtet sein Portfolio um.   Keystone

Milliardendeal: Nestlé reduziert seinen Anteil am französischen Kosmetikkonzern L'Oreal. Dafür übernehmen die Schweizer den Hautmittelhersteller Galderma. Die Nestlé-Aktie verlor nach der Ankündigung.

Veröffentlicht am 11.02.2014

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé reduziert seine Beteiligung am Kosmetikkonzern L'Oréal und übernimmt im Gegenzug für 3,1 Milliarden Euro den Hautprodukthersteller Galderma. Ausserdem erhält Nestlé einen Barbetrag von 3,4 Milliarden Euro. Der Anteil des Konzerns an L'Oréal sinkt so auf 23,3 Prozent. Damit hat Nestlé für einen Teil seiner Beteiligung an L'Oréal einen Entscheid zur Zukunft gefällt. Der Schweizer Konzern verkauft ein 8-Prozent-Paket von L'Oréal-Aktien an den Kosmetikkonzern, wie es in einem gemeinsamen Communiqué heisst.

Die Anleger reagierten mit Zurückhaltung: Die Nestlé-Aktie hat nach Börsenöffnung an Wert eingebüsst: Die Titel verloren in der ersten Handelsstunde 1,41 Prozent. Die Aktie des L'Oréal-Konzerns lag nach einem anfänglichen Kurssprung in Paris um 1,28 Prozent im Minus.

Rückkauf von Aktien geplant

Dafür erhält Nestlé eine zweiteilige Entschädigung: Einerseits übernimmt Nestlé die Mehrheit am bisher je hälftig gehaltenen Konzern Galderma, der Hautprodukte herstellt. Der übernommene Unternehmenswert liegt bei 3,1 Milliarden Euro. Andererseits bezahlt L'Oréal 3,4 Milliarden Euro an Nestlé in bar.

Nestlé schafft für Galderma die Tochtergesellschaft Nestlé Skin Health, in die auch Bübchen, ein Hersteller von Kinderhautpflegeprodukten, integriert werden soll. Mit dem Barerlös aus dem Beteiligungsverkauf will Nestlé nach eigenen Angaben ein Aktienrückkaufprogramm auflegen.

Verkauf noch nicht genehmigt

Die zurück verkauften L'Oréal-Aktien werden vernichtet, so dass der Unternehmensgewinn von L'Oréal pro Aktien um rund 5 Prozent künftig höher ausfallen wird. Nestlé hält in Zukunft noch 23,3 Prozent an L'Oréal. Heute liegt der Anteil bei 29,4 Prozent. Hauptaktionär von L'Oréal ist die Familie Bettencourt.

Der Verkauf muss unter anderem noch von den Behörden genehmigt werden. Die Konzerne rechnen damit, dass die Transaktion noch im ersten Halbjahr 2014 abgeschlossen wird.

(sda/dbe)

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