Nestlé hat von Januar bis Juni ein organisches Wachstum von 2,3 Prozent erzielt. Verkäufe, Übernahmen sowie Wechselkurseffekte eingerechnet schrumpfte der Umsatz um 0,3 Prozent. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 19 Prozent auf 4,9 Milliarden Franken.

Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern begründet den Anstieg in einer Mitteilung von Donnerstag mit einer Anpassung der latenten Steuern im Vorjahr.

Langsamster Jahresstart seit zehn Jahren

Im ersten Quartal war Nestlé ebenfalls um 2,3 Prozent gewachsen – der langsamste Jahresstart für den Konsumgüterriesen seit über einer Dekade. Analysten hatten mit mehr gerechnet. Für das Gesamtjahr stellt Nestlé weiterhin ein organisches Wachstum zwischen zwei und vier Prozent in Aussicht.

Der Gesamtumsatz im zweiten Quartal betrug 43 Milliarden Franken. Wechselkurse wirkten sich mit 0,3 Prozent negativ auf den Umsatz aus. Nettoveräusserungen – vor allem infolge der Schaffung des Joint Venture Froneri – wirkten sich mit minus 2,3 Prozent aus.

Druck von Daniel Loeb

Das Wachstum setzt sich aus 1,4 Prozent Realwachstum und 0,9 Prozent Preisanpassungen zusammen. Am stärksten gewachsen ist Nestlé in der Zone Asien, Ozeanien und Subsahara-Afrika (AOA) (plus 4,8 Prozent). In Nord- und Südamerika (AMS) betrug das organische Wachstum 1,3 Prozent. In Europa, naher Osten und Nordafrika (EMENA) waren es 1 Prozent.

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Bei Nestlé war zuletzt der aktivistische Investor Daniel Loeb mit einem über 3,5 Milliarden Dollar schweren Anteil eingestiegen. Er hatte mit Forderungen nach einer höheren Rendite, einem Aktienrückkauf und einem Verkauf des milliardenschweren L´Oreal-Anteils für Schlagzeilen gesorgt.

(sda/reuters/gku/mbü)