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Japan
Nestlé und Barry Callebaut bringen Kitkat aus rosa Schokolade

Das Valentinstag-Kit-Kat von Nestlé und Barry Callebaut besteht aus rosa Schokolade
Kitkat zum Valentinstag: Nestlé verwendet die rosa Schokolade von Barry Callebaut.Quelle: Keystone

Süsse Kooperation von zwei Schweizer Grossfirmen: Nestlé und Barry Callebaut lancieren im Kitkat-verrückten Japan die weltweit erste Ruby-Schoggi. Natürlich rosa.

Von David Torcasso
am 18.01.2018

Der grösste Lebensmittelhersteller der Welt,  Nestlé, und der grösste Schokoladenproduzent der Welt, Barry Callebaut, machen gemeinsame Sache. Sie lancieren einen Kitkat-Riegel mit rosa Schokolade in Japan und Südkorea. Für Barry Callebauts Ruby-Schokoloade ist es eine Weltpremiere.

Die rosa Schoggi wird ab morgen Freitag in den Kitkat-Boutiquen in den beiden asiatischen Ländern erhältlich sein. Damit können sich Schoggi-Fans den neuen Schokoladentyp noch vor dem Valentinstag am 14. Februar besorgen. Denn was passt besser zum Tag der Liebe als rosa Schokolade?

Weder süss noch sauer

Es ist das erste Mal, dass die Ruby-Schokolade zu kaufen ist. Angekündigt wurde die Neuheit von Barry Callebaut vor fünf Monaten. Das Unternehmen als Hersteller der Schoggi hat Nestlé für sechs Monate die Exklusivrechte für die Spezial-Schokolade gegeben. 

Laut Barry Callebaut hat das neue Produkt einen Geschmack, der weder bitter noch milchig noch süss ist. «Weichheit» und «Beerenfruchtigkeit» sollen die rosa Ruby-Schokolade auszeichnen. 

Vierte Schokolade im Bunde

Rubin-Schokolade, die auf einer speziellen Kakaobohne basiert, die in der Elfenbeinküste, Ecuador und Brasilien zu finden ist, ist von Natur aus rosa. Die Innovation hat etwa eine Jahrzehnt an Entwicklung bei Barry Callebaut benötigt und ist neben dunkler Schokolade, Milchschokolade und weisser Schokolade eine vierte Geschmacksrichtung. Die weisse Schokolade wurde vor über 80 Jahren von Nestlé erfunden.

Antoine de Saint-Affrique, Konzernchef von Barry Callebaut, sagt zur Lancierung: «Ich freue mich sehr, dass unsere Innovation, die Ruby-Schokolade, dank der Partnerschaft mit Nestlé in Japan so rasch in den Handel kommt. Nestlé hat die Trends schnell erkannt und die Ruby-Schokolade mit Kitkat in einer Variante eingeführt, die Konsumenten in Asien verführen soll». 

Japaner sind verrückt nach Kitkat 

Für die Zusammenarbeit der beiden Schweizer Grossunternehmen Nestlé und Barry Callebaut ist der japanische Markt tatsächlich ideal: Die Japaner sind verrückt nach Kitkat. Mehr als 30 Sorten verschiedener Kitkats sind in Japan erhältlich und es gibt Geschmacksrichtungen von Grüntee über Sake bis hin zu Melone mit Mascarpone oder Wasabi. Die rosa Schokolade wird dem ausgefallenen Geschmack der Japaner wohl ebenfalls gefallen. 

«Japan ist der Markt, der Kitkat mit den verschiedenen Geschmacksrichtungen zum Kult gemacht hat», sagt Sandra Martinez von Nestlé in einem Interview mit Bloomberg. Japan sei daher für die Einführung optimal.

Bekenntnis zu Süssigkeiten nach Verkauf

Die Zusammenarbeit der beiden Schweizer Konzerne unterstreicht das Bekenntnis von Nestlé zur Marke Kitkat – gerade nachdem sich der Lebensmittelhersteller aus Vevey diese Woche beim Verkauf der US-Süsswarensparte an den italienischen Nutella-Hersteller Ferrero teilweise von Süssigkeiten abgewendet hat.

«Die Neugierde für Rubin-Schokoladenprodukte soll die Nachfrage nach der gesamten Kitkat-Palette ankurbeln», sagt Thomas Jastrzab, Analyst bei Bloomberg Intelligence in Hongkong. «Der einzigartige Geschmack verschafft der Marke die Möglichkeit, sich im Premium-Bereich zu positionieren».

Laut Euromonitor ist der japanische Schokoladenmarkt mit einem Volumen von 5 Milliarden Dollar der grösste in Asien. Es ist auch einer der bedeutendsten Märkte für Kitkat und generiert so viel Nachfrage, dass Nestlé im vergangenen Sommer seine erste neue Kitkat-Fabrik nach 26 Jahren gebaut hat.

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