Der Weltmarktführer erzielte im Zeitraum Januar bis März 21,94 Milliarden (18,1 Milliarden Euro) Umsatz. Das sind zwar 5,4 Prozent mehr als vor einem Jahr, aber weniger als Analysten erwartet hatten.

Sie hatten im Schnitt mit 22,58 Milliarden Franken gerechnet. Das organische Wachstum, das Wechselkurs- und Akquisitionseffekte ausschliesst, betrug 4,3 Prozent, teilte Nestle  mit.

Für das gesamte Jahr strebt der Hersteller von Nespresso-Kaffee, Kitkat-Schokoriegeln und Maggi-Suppen weiterhin ein organisches Wachstum von 5 bis 6 Prozent an und will die operative Gewinnmarge steigern.

Gewinnzahlen veröffentlicht das in Vevey am Genfersee ansässige Unternehmen nur zum Halbjahr und am Jahresende.

Analysten recht gelassen

Die Nestlé-Aktien stehen im Vormittagshandel unter Druck. Die Analysten geben sich in ihren ersten Reaktionen aber einigermassen gelassen und verweisen auf die intakten Aussichten des Unternehmens.

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Das organische Wachstum sei im ersten Quartal wie erwartet hinter dem Nestlé-Modell zurück geblieben, heisst es bei Sarasin. Ähnlich tönt es auch bei der ZKB, welche zusätzlich auf den positiven Schaltjahr-Einfluss im Vorjahr verweist. Das organische Wachstum von Nestlé liege wie erwartet zwischen dem Konkurrenten Danone (+5,6 Prozent) und dem Aromabereich von Givaudan (+3,7 Prozent).

Weniger gut als von den Analysten erhofft lief das Geschäft in Asien, mit Getränken, bei Nestlé Waters sowie bei Nespresso. Das Nestlé-Management erklärte am Analysten-Call zum Quartalsabschluss denn auch, dass Nespresso langsamer als noch im Vorjahr gestartet sei.

Aussichten intakt

Als Folge der verfehlten Wachstumserwartungen gehen die Marktexperten von einer vorübergehenden Kursschwäche aus. Der schwache Jahresstart unter den eigenen Zielen dürfte den Appetit der erfolgsverwöhnten Anleger heute kaum anregen, gibt sich Notenstein gewohnt pointiert. Auch die ZKB rechnet für den heutigen Tag mit einer negativen Kursredaktion.

Mit Blick nach vorne bleiben die Analysten indes recht zuversichtlich. Die Mehrheit rechnet nur mit geringfügigen Anpassungen der bisherigen Gewinnschätzungen. Die ZKB geht davon aus, dass das erste Quartal der Tiefpunkt war. Den erwarteten Kursrückgang sehen die ZKB-Experten als Einstiegschance und stufen den Titel auf «Übergewichten» hoch. Auch für die Bank Notenstein bleiben die längerfristigen Aussichten der Nestlé-Titel intakt.

(tno/rcv/aho/reuters/awp)