Nestlé ist im ersten Halbjahr 2016 etwas langsamer gewachsen als von Analysten erwartet. Organisch legte der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller von Januar bis Juni um 3,5 Prozent zu, wobei 2,8 Prozent auf internes Realwachstum (RIG) und 0,7 Prozent auf Preisanpassungen zurückzuführen waren. Die Preisanpassungen erreichten einen historischen Tiefststand aufgrund des deflationären Umfeldes in einigen Industrieländern sowie niedriger Rohstoffpreise.

Der Gesamtumsatz betrug 43,2 Milliarden Franken und wurde beeinflusst von den Wechselkursen mit -2,0 Prozent und Akquisitionen (per Saldo) mit -0,8 Prozent. Die ausgewiesene operative Ergebnismarge der Gruppe betrug 15,3 Prozent (+30 Basispunkte). Der Ebit selbst wird mit 6,6 Milliarden Franken und damit leicht höher als im Vorjahr beziffert.

Deutlich mehr erwartet

Unter dem Strich sank der Reingewinn um rund 0,4 Milliarden auf 4,1 Milliarden Franken. Der Rückgang hier sei auf einmalige, nicht liquiditätswirksame Anpassungen der latenten Steuern zurückzuführen, teilte der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller am Donnerstag mit.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Schätzungen der Analysten bei der wichtigsten Umsatzzahl, dem organischen Wachstum, sowie dem Reingewinn deutlich verfehlt. Die Prognosen lagen für das organische Wachstum bei +3,7 Prozent (RIG +3,1 Prozent). Der Umsatz wurde bei 43,3 Milliarden, der Ebit bei 6,57 Milliarden und der Reingewinn bei 4,60 Milliarden Franken gesehen.

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(awp/sda/tno)