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Niederlage
Nestlé verkalkuliert sich in Afrika

Logo von Nestlé: Wachstum in Äquatiorialafrika bleibt aus. Keystone

Der Lebensmittelriese sah in Äquatioralafrika ein nächstes Asien. Doch das Wachstum blieb aus. Nun stutzt Nestlé die dortige Belegschaft und reduziert seine Produktelinie.

Veröffentlicht am 16.06.2015

Der Nahrungsmittelhersteller Nestlé streicht die Belegschaft in der Region Äquatorialafrika um 15 Prozent zusammen. Dies schreibt die «Financial Times» in ihrer Online-Ausgabe am Dienstagabend. Nestlé habe den Aufstieg der Mittelklasse in dieser 21 Länder umfassenden Region überschätzt, wird die Massnahme begründet.

In dem Bericht kommt auch der Geschäftsführer dieser Region von Nestlé, Cornel Krummenacher, zu Wort. «Wir dachten, dies würde das nächste Asien, aber wir haben realisiert, dass die Mittelschicht in dieser Region extrem klein ist und nicht wirklich wächst», wird er zitiert. Der in der Region erzielte Umsatz habe die ursprünglichen Wachstumsprognosen nicht erreicht.

Einige Niederlassungen bereits geschlossen

Nestlé habe im Jahresverlauf bereits die Niederlassungen in Ruanda und Uganda komplett geschlossen und reduziere die Produktlinie um die Hälfte und könnte einige der 15 Lager bis September eindampfen, so der Bericht weiter.

Laut Krummenacher könne man von Glück reden, wenn in den kommenden Jahren in der Region ein Umsatzwachstum von 10 Prozent erreicht werde.

(awp/dbe)

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