Der Umsatz des weltgrössten Nahrungsmittelhersteller Nestlé ist im ersten Quartal des Jahres um 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal geschrumpft. Er betrug 20,26 Milliarden Franken. Als Gründe nannte der Konzern die Frankenstärke und den Verkauf der Augenheilmittel-Tochter Alcon.

Das organische Wachstum beziffert Nestlé in einem Communiqué auf 6,4 Prozent. 1,5 Prozent davon stammen aus Preiserhöhungen, 4,9 Prozent aus internem Realwachstum.  Damit übertraf der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller die Erwartungen der Analysten. Die hatten im Schnitt mit einem organischen Wachstum von 5,8 Prozent und einem internen Realwachstum von 3,7 Prozent gerechnet hatten.

Das sei ein starker Start ins Jahr, erklärte Nestlé-Chef Paul Bulcke. Er verwies auf die verschiedenen einschneidenden Ereignisse, von sozialen Unruhen und Naturkatastrophen bis hin zur extremen Volatilität der Rohstoffpreise.

Der Umsatz wurde aber im Vergleich zum Vorquartal um 5,9 Prozent gedrückt. Grund waren Änderungen im Konsolidierungskreis - vor allem durch den Verkauf von Alcon an Novartis und den Kauf von Kraft Pizza. Wechselkurseffekte schmälerten den in Franken ausgewiesenen Umsatz um weitere 9,8 Prozent.

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Bulcke bleibt für 2011 aber optimistisch: Er stellte ein organisches Wachstum zwischen fünf und sechs Prozent sowie bessere Margen bei konstanten Wechselkursen in Aussicht.

(laf/sda/awp)