Im September 2014 gabs auf Twitter ein Grüezi und eine mediale Charmeoffensive vom amerikanischen Streaming-Gigangen Netflix. Nun informiert die Firma seine Abonnenten, dass der Preis für die HD-Standard-Abostufe zwei Franken teurer wird - von 12,90 auf 14,90 Franken.

Die Preiserhöhung betrifft Neumitglieder, die bisherigen Kunden haben ein Jahr Gnadenfrist. Die börsenkotierte Firma findet den Preisaufschlag nötig, damit man mehr Fernsehserien und Filme dem Angebot hinzufügen könne.

Schon in der Vergangenheit gab Netflix' Abomodell in der Schweiz zu reden - es war bis zu 40 Prozent teurer als im Ausland.

Umsatz und Gewinn steigen

Dabei hat die Expansion in die Schweiz, nach Deutschland und in andere europäische Länder sich für die US-Onlinevideothek Netflix bereits ausbezahlt. Dank eines kräftigen Kundenzuwachses im internationalen Geschäft stieg der Nettogewinn im vierten Quartal 2014 um 72 Prozent auf 83,4 Millionen Dollar, wie der Produzent von TV-Serien wie «House of Cards» mitteilte.

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Der Umsatz legte um ein Viertel auf 1,5 Milliarden Dollar zu. Mit einer Steigerung der Abonnentenzahl von 4,3 Millionen auf 57,4 Millionen weltweit konnte Netflix zudem seine eigenen Prognosen trotz einer Abschwächung in den USA übertreffen.

(chb)