«Networking ist heute überlebenswichtig», sagt Claudia Schwers. Am 20. LeaderCircle der Schweizer Kader Organisation diskutierte die Chefin von Alcatel-Lucent Schweiz mit anderen Wirtschaftspersönlichkeiten über Aspekte des erfolgreichen Kontakteknüpfens. Einen guten Netzwerker würden Neugier und die Fähigkeit zuzuhören auszeichnen, ist Philippe Hertig, CEO von Egon Zehnder International Schweiz, überzeugt. Netzwerke öffnen nicht selten Türen zu Geschäftsabschlüssen und Karrieresprüngen. Aber: «Verkaufen kann nur, wer zuvor Vertrauen aufbaut», sagt Martin Naville, CEO der schweizerisch-amerikanischen Handelskammer. Beim Netzwerken gehe es nicht ums schnelle Geschäft.

Dass Frauen anders netzwerken, weiss Sabine Schmelzer, Zentralpräsidentin der Business und Professional Women Switzerland. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass Frauen oft darauf warten, «entdeckt» zu werden, statt mit ihren Ideen und Produkten aktiv auf potenzielle Kunden zuzugehen. Die Expertenrunde, die vom Chefredaktor der «Handelszeitung», Martin Spieler, moderiert wurde, war sich schnell einig, dass virtuelle Netzwerke den Augenkontakt nicht ersetzen können. Auch auf angehäuften Visitenkarten dürfe man sich nicht ausruhen. «Netzwerke müssen kultiviert werden», erklärt Hertig. Und Martin Naville ergänzt: «Man muss so netzwerken, dass es Spass macht.»