Bei der Fifa kommt es nach dem Plazet vom Kongress zu gewichtigen Änderungen im Lohnsystem. Bislang bezog Präsident Sepp Blatter das höchste Salär im Weltfussballverband, dieses setzte sich aus einem Fixgehalt und einem Bonus zusammen. Die Höhe des Fixgehaltes ist unbekannt, auch der Bonus ist geheim. Er dürfte mehrere Millionen Franken betragen haben.

Neu wird Präsident Gianni Infantino nur noch eine fixe Honorierung – ohne Bonus – beziehen. Und auch der Besttverdienende wird der Präsident nicht mehr sein. Lohn plus Bonus des neuen Generalsekretärs – er übt künftig faktisch die Rolle eines CEO aus – werden künftig höher sein als das Kompensationspaket des Präsidenten.

Blatters Lohn erstmals offen gelegt

Zuständig für die Bestimmung des Präsidentenlohns ist das Kompensationskomittee. Diesem gehören drei Mitglieder an: Domenico Scala ist Präsident, Mitglieder sind Fifa-Interimspräsident Issa Hayatou und Jean-Pierre Pedrazzini, Partner bei der Executive Search-Firma Egon Zehnder.

Blatter selber wird Ende Februar von der Fifa-Payroll gestrichen. Ab März muss er für seine Wohnung am Zürichberg – sie ist im Besitz der Fifa – einen marktüblichen Mietzins zahlen. 

Im Finanzbericht 2015 – er wird im März publiziert – wird ausserdem erstmals Blatter Salär offengelegt. Vor wenigen Wochen hat das Entschädigungskomittee unter Scala einen einmaligen Entscheid getroffen. Es hat den Bonus Blatters empfindlich gekürzt, weil er den Aufsichtspflichten gegenüber seinem engsten Mitarbeiter, Generalsekretär Jerome Valcke, nicht nachgekommen sei. Valcke ist von der Fifa wegen Pflichtverletzungen fristlos entlassen und mit einer Busse von 100'000 Franken belegt worden.

 

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