Die neuerliche milliardenschwere Kapitalerhöhung der Commerzbank wird für die Alt-Aktionäre noch schmerzhafter als befürchtet. Die Aktien werden zu einem Preis von gerade einmal 4,50 Euro pro Stück platziert, wie das Institut in Frankfurt mitteilte. Um auf den angestrebten Erlös von 2,5 Milliarden Euro zu kommen, muss die Bank die Aktienzahl damit fast verdoppeln.

Der Abschlag auf den sogenannten TERP (Theoretical ex-rights price), den derzeitigen Börsenkurs abzüglich des Preises für die Bezugsrechte, beträgt damit gut 38 Prozent. Dieser liegt damit etwas höher als zuletzt kolportiert.

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Altaktionäre können die neue Papiere von diesem Mittwoch bis zum 28. Mai zeichnen. Der Erlös ist bereits gesichert. Dafür stehen die Investmentbanken, die der Commerzbank bei der Kapitalerhöhung helfen, auf jeden Fall gerade. Mit dem Schritt will das Institut die verbliebenen direkten Staatshilfen aus der Zeit der Finanzkrise sowie die Stillen Einlagen des Versicherers Allianz zurückzahlen.

(tke/vst/awp)