Die Wirtschaftsberichterstattung am Fernsehen gilt zwar als hartes Pflaster – und dennoch feiern diese Woche gleich zwei neue Formate ihre Premiere. Zum einen hat das Schweizer Fernsehen am Montagabend erstmals ihr wöchtliches Wirtschaftsmagazin «Eco» gesendet – notabene das erste seit dem 1993 eingestellten «Netto». Zum anderen wird am Samstag, 25. August 2007 auf SF2 die monatliche TV-Sendung «Handelszeitung-Börsenstandpunkte» ausgestrahlt, die sich spezifisch an Anlegerinnen und Anleger richtet (siehe Box).

Präsenz auf allen Kanälen

Für Ralph Büchi, CEO der Verlagsgruppe Handelszeitung/Jean Frey, ist der Grund für die neue Sendung «Börsenstandpunkte» klar: «Die Börse interessiert immer mehr Menschen, und wir verfügen mit unseren Wirtschaftsmedien ‹Handelszeitung›, ‹Bilanz› und ‹Stocks› über hohe Finanzkompetenz.» Ziel der Sendung ist es, den Zuschauerinnen und Zuschauern konkrete Entscheidungshilfen für ihre künftigen Finanzanlagen zu geben.
Durch die Übernahme von Jean Frey hat die Verlagsgruppe die Chance erhalten, im Rahmen des Verlegerfernsehens PresseTV mehr Sendungen als bisher zu produzieren. Die Gruppe baue, so Büchi, die multimediale Präsenz der «Handelszeitung» und der Wirtschaftstitel weiter aus. Dazu zählen die täglichen Börsennachrichten auf dem Zürcher Lokalsender Radio 24 sowie der Ausbau der Online-Angebote.

Vielfalt dank Konkurrenz

Das seit 1993 existierende «Cash-TV» auf SF2, das vom Medienhaus Ringier ebenfalls im Rahmen von PresseTV produziert wird, nimmt die neue Konkurrenz am Fernsehen gelassen. «Sie belebt das Geschäft», sagt eine Mediensprecherin.
Während die beiden Sendungen «Eco» und «Cash TV» primär beschreiben, was in der Unternehmenswelt passiert, fokussiert sich «Handelszeitung-Börsenstandpunkte» auf Empfehlungen aus der Finanzwelt.

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Bundesrat Blocher zu den Managersalären

Anleger-Magazin
Im neuen TV-Magazin «Handelszeitung-Börsenstandpunkte» erhalten die Zuschauerinnen und Zuschauer ab 25. August 2007 einmal im Monat konkrete Tipps, wie sie mehr aus ihrem Geld machen können. Was ist von den Börsen nach den jüngsten Turbulenzen zu erwarten? Wo liegen die Risiken? Welche Aktien sind besonders attraktiv?

Martin Spieler
Moderiert wird die Sendung vom Chefredaktor der «Handelszeitung», Martin Spieler, der bereits die TV-Börsenmagazine «Money» und «Money Talk» auf Tele24 präsentierte.

Christoph Blocher
Stargast der ersten Ausgabe von «Handelszeitung-Börsenstandpunkte» ist Bundesrat Christoph Blocher (Bild). Im Interview äussert es sich zum neuen Aktienrecht, zu den hohen Managersalären, zum Schutz der Aktionäre und macht einen Ausblick auf den heissen Wahlherbst 2007.

Experten
Die künftige Börsenentwicklung analysieren in der ersten Sendung Klaus Wellers-hoff, Chefökonom der UBS, sowie Thomas Lips, Chief Investment Officer der AIG Private Bank.

Sendedaten
Das neue TV-Magazin wird in diesem Jahr am 25. August, 6. Oktober, 17. November und 22. Dezember jeweils am Samstag um 21.40 Uhr im Rahmen von PresseTV auf SF2 ausgestrahlt. Am Sonntag wird die Sendung um 18 Uhr wiederholt.