Der deutsche Handels- und Kaffeekonzern Tchibo lanciert einen Grossangriff auf die Nestlé-Tochter Nespresso. Unter dem Namen «QBO» arbeitet die Firma an einer Kapselmaschine, die sich unter anderem auch per Smartphone steuern lassen soll, wie das deutsche Fachblatt «Lebensmittelzeitung» in einem Online-Bericht schreibt.

Aber nicht nur das Produkt ist bei den Schweizern abgekupfert. Beim Vertrieb setzen die Deutschen offenbar auf eigens dafür errichtete Filialen und das Internet. Die ersten beiden Standorte des Nespresso-Klone sollen bereits im März in Wien und Berlin eröffnet werden, weitere sollen folgen. Die Internetseite ist seit August des letzten Jahres registriert.

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Schweizer Tochter involviert

Tchibo arbeitete unter höchster Geheimhaltung an dem Projekt, schreibt das Blatt weiter. Für die Entwicklung wurde eigens eine Schweizer Tochter gegründet, die Firma QBO Coffee GmbH mit Sitz in Wallisellen, Zürich. Als Vorsitzender der Geschäftsleitung amtet Hamid Dastmalchian, der parallel für Tchibos Kaffeesystem Cafissimo zuständig ist.

Tchibo und die Schweizer Tochter wollten den Pressebericht nicht kommentieren. Die Firma ist seit 16 Jahren im Schweizer Markt und beschäftigt rund 350 Leute in der Schweiz. In der Deutsch- und in der Westschweiz betreibt die Firma rund 45 Filialen.