Die Bundeswehr sieht sich einem Medienbericht zufolge mit neuen Problemen beim Kampfflieger Eurofighter konfrontiert. Nach Informationen von «Spiegel Online» warnte der Eurofighter-Hersteller Airbus, dass am Rumpf-Hinterteil des Jets «Herstellungsfehler an einer grossen Zahl von Bohrungen» entdeckt worden seien. Die Mängel könnten möglicherweise zur Instabilität des Flugzeugs führen. Daher habe das Unternehmen allen Abnehmerländern geraten, den Eurofighter weniger als bisher einzusetzen und die jährliche Flugzeit auf 1500 Stunden zu halbieren.

Wegen des Mangels habe die Bundeswehr die Abnahme von neuen Eurofighter-Jets gestoppt, hiess es in dem Bericht am Mittwoch unter Berufung auf ein Schreiben von Verteidigungsstaatssekretär Ralf Brauksiepe an den Haushaltsausschuss. Für die Flugsicherheit der deutschen Eurofighter bestehe bisher allerdings keine Gefahr. Der Einsatzbetrieb der Kampfflugzeuge sei «weiterhin sichergestellt».

Von 109 Eurofightern nur 42 einsetzbar

Von den 109 Eurofightern der Bundeswehr können derzeit nur 42 eingesetzt werden. Die gravierenden Ausrüstungsmängel und Pannen in der Bundeswehr haben heftige Debatten ausgelöst und belasten die schwarz-rote Regierungskoalition.

(reuters/me/ama)