Die Ernst Schweizer AG hat im Werk 3 in Hedingen eine neue vollautomatische Produktionslinie für Sonnenkollektoren in Betrieb genommen. «Im Vollausbau können wir im Einschichtbetrieb täglich bis zu 160 Kollektoren zusätzlich produzieren, was einer Jahreskapazität von 35 000 Kollektoren respektive 80 000 m² entspricht. Zusammen mit der bestehenden Produktionslinie lassen sich so künftig Sonnenkollektoren mit einer Fläche von 130 000 m² pro Jahr produzieren - dies ist mehr als eine Verdoppelung der bestehenden Kapazität», erklärte Firmenchef Hansruedi Schweizer voller Stolz den geladenen Gästen bei der offiziellen Eröffnung. Im Zweischichtbetrieb werden so zusätzlich bis zu zehn neue, moderne Arbeitsplätze geschaffen.

Neuer Flachdachkollektor FK2

Kernstück der neuen Produktionsstrasse, wo neueste Verarbeitungs-Technologien zur Anwendung kommen, ist die Anlage zur Verklebung des neuen eisenarmen Solarglases mit dem Kollektorrahmen mittels eines Roboters. Beim neuen Gehäusekonzept des FK2 werden zudem die Rahmenprofile in den Ecken verschweisst und die Rückwand verpresst. «Das Gewicht des neuen Kollektors konnte damit um beachtliche 23% auf lediglich 40 kg pro Kollektor gesenkt werden, was auch zu einer kürzeren energetischen Rückzahldauer führt», erläuterte Andreas Haller, Leiter Geschäftsbereich Sonnenenergie-Systeme, die wesentlichen Vorteile. Zudem kommen beim FK2, der sowohl für Flachdach- als auch für Aufdach-Montage eingesetzt wird, ein optimierter Absorberhalter und eine neue Belüftung zum Zuge. Sämtliche hydraulischen Anschlüsse sind rein metallisch dichtend und die Temperaturmessung erfolgt im Sammelrohr.

Energieeffiziente Gebäudehülle

Gleichzeitig mit dem Ausbau der Produktion hat das Unternehmen auch zwei neue LKW-Andockstellen erstellt, mittels deren der Warenfluss optimiert und das zusätzliche Volumen bewältigt werden kann. «Die LKW-Aufleger können nun dank der Anpassrampen direkt von der Produktion aus beladen werden. Das ist rationeller, da sich die internen Transportwege verkürzen», freut sich Marcel Bösch, Leiter Technik und Logistik, ob der realisierten Massnahme. Um die für Heizzwecke aufgewendete Energie zu reduzieren, erhielt die Fassade des Werks 3 zudem eine Wärmedämmung und neue Fenster. In die neue Produktionslinie hat das Säuliämtler Unternehmen total rund 3 Mio Fr. investiert und dabei sein grosses Engagement für eine nachhaltige Fertigung unter Beweis gestellt. Denn mit der neuen Produktion werden 32000 KWh Energie, d.h. umgerechnet 3200 l Heizöl pro Jahr, eingespart. Sehr stolz zeigte sich auch Hedingens Gemeindepräsident Paul Schneiter, der die neue Produktionslinie «als Meilenstein in der Geschichte von Schweizer» lobte.

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