Obschon der Staatskonzern allen bisherigen Beschäftigten das Salär garantiert und Lokführer, Gleisbauer oder Rangierer vorderhand nicht mit Gehaltseinbussen rechnen müssen, sträuben sich Unzählige, das Papier zu unterschreiben. «Viele Angestellte haben noch nicht unterzeichnet», bestätigt Hanspeter Hofer, Leiter öffentlicher Verkehr der Gewerkschaft Transfair.
 
Für Ärger sorgt bei den Mitarbeitenden nicht nur, dass die SBB im neuen System ein Drittel aller Stellen tiefer einstufen. - Offensichtlich war das Unternehmen auf den Wechsel auch schlecht vorbereitet. So lagen für die Angestellten im Tessin und in der Romandie die Stellenbeschriebe teilweise nur auf Deutsch vor.

Auch die Fristen für Mitarbeitergespräche wurden zu knapp bemessen. «Die SBB haben unterschätzt, welche Arbeit die Umstellung mit sich bringt», so Hofer. Der Konzern räumt  Fehler ein und verlängert die Frist zur Unterzeichnung des Schreibens um zwei Monate. «Die Mitarbeitenden sollen allfällige Fragen klären und ohne Druck unterzeichnen können», sagt SBB-Personalchef Markus Jordi.

(rcv)