Einen Monat vor der Klimakonferenz in Kopenhagen redet alles über Klimapolitik. Wenn die Schweizer Firmen bei der CO2-Reduktion aktiv werden wollen, dann ist der wichtigste Ansprechpartner die Energie-Agentur der Wirtschaft (ENAW). Zehn Jahre nach der Gründung durch die Wirtschaftsverbände hat die ENAW seit letztem Monat mit Armin Eberle einen neuen Geschäftsführer. Der 47-Jährige leitete zuletzt die Geschäftseinheit Neue Energien bei der CKW AG Luzern. Er ersetzt Max Zürcher, welcher in Pension geht. Präsidiert wird die ENAW von Economiesuisse-Direktor Pascal Gentinetta.

Das Ziel der Agentur basiert auf dem CO2-Gesetz, das die Emissionen bis 2010 gegenüber 1990 auf 90% senken will. Der finanzielle Anreiz, CO2 zu reduzieren, ist seit Einführung der CO2-Abgabe auf Brennstoffen Anfang 2008 relativ gross. Faktisch alle grösseren Unternehmen aus dem Industriesektor sind mittlerweile über die ENAW eine verpflichtende Zielvereinbarung gegenüber dem Bund eingegangen - um sich von der Abgabe zu befreien. Und es werden immer mehr. Viele Unternehmen, die wie die Ems-Gruppe schon früh Zielvereinbarungen eingegangen sind, haben die Ziele sogar bereits übererfüllt und dafür handelbare Zertifikate erhalten.

Laut Eberle stieg die Zahl der Teilnehmer per Ende September auf total 1954. Davon haben sich 214 einem KMU-Modell angeschlossen. Eberle: «Ich sehe vor allem bei KMU noch Potenzial.» Seine grösste Herausforderung sei, sicherzustellen, dass die Teilnehmerfirmen die quantitativen Vorgaben der bestehenden Vereinbarungsperiode erfüllten.

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