Der deutsche Discounter Sport Fundgrube sucht für seine Expansion in die Schweiz nach Partnern. Dass es bereits Gespräche gegeben hätte, bestätigt etwa Sport- und Outdoorhändler Andreas Eiselin. Der Luzerner Sporthändler (Eiselin Sport), der ebenfalls mehrere Filialen (Basel, Bern, Zürich, Lörrach) unterhält, zögert jedoch noch: «Ist das vielleicht doch eine Nummer zu gross?»

Trotzdem reizt der Gedanke, mit dem deutschen Fundgrube-Erfinder Willy Kühme zusammenzuarbeiten. Das Franchise-System der Fundgrube sei einfach und könnte sich lohnen, sagt Eiselin. Die Fundgrube kauft hauptsächlich Restposten und Auslaufware von den Sportartikelherstellern auf und stellt diese in die Geschäfte ihrer Franchisenehmer. Die Markenware wird in den Fundgrube-Filialen weit unter marktüblichen Preisen verkauft. Der Discount beträgt oft über 20% und spülte der Fundgrube zuletzt einen Umsatz (inklusive eigener Läden) von fast 30 Mio Euro in die Kassen. Andreas Eiselin verfügt mit seinem eigenen Geschäft in Lörrach nicht nur über erste deutsche Detailhandelserfahrung, sondern eröffnete soeben in Luzern selber einen Resteladen namens «Smiley-Shop», in dem Vorjahresware aus seinen anderen Sportgeschäften billiger verkauft wird. Das bringe nicht nur neue Kunden, sondern ergebe auch «attraktive Synergien». Vielleicht bald auch mit dem deutschen Partner. In Deutschland gilt Sport Fundgrube als «Verramscher» und Störenfried. Fundgrube-Erfinder Kühme sieht sich hingegen als «Aldi der Sportartikelbranche». In der Schweiz dürften sich vor allem SportXX (Migros) und Athleticum (Manor) warm anziehen müssen, sollte die Fundgrube kommen.