Auf den Sonntag, 25. Oktober 2009 gilt es nicht nur, die Uhr um eine Stunde zurückzudrehen. Regelmässig mit der Zeitumstellung tritt weltweit auch der neue Flugplan für das nächste Halbjahr in Kraft.

Der Winterflugplan 2009/10, der bis am Samstag, 27. März 2010 gültig sein wird, bietet ab den drei grössten Flughäfen der Schweiz wieder einige Neuheiten. Neben vielen zusätzlichen Verbindungen ab Zürich, Basel und Genf fallen vor allem die vielen ausgebauten Strecken auf (siehe Tabelle).

Swiss feilt an den Kapazitäten

Auch wenn Swiss ihre Veränderungen erst pünktlich zum Flugplanwechsel offiziell bekannt gibt, lassen sich einige Anpassungen vorwegnehmen: Von Zürich aus fliegt die Lufthansa-Tochter wieder täglich nach Bangkok; zudem werden die fünf täglichen Frequenzen nach Berlin-Tegel und London City um eine sechste Rotation ergänzt. Und von Genf aus kann man bald öfters nach Bukarest oder Budapest fliegen.

Weil Swiss infolge der Wirtschaftskrise auf den Winterflugplan 2009/10 ihre Kapazitäten wie angekündigt um 9% ausdünnt, gibt es eine Reihe von Strecken, die weniger häufig bedient werden. Von Zürich aus betrifft dies folgende Verbindungen: Boston, sechsmal wöchentlich statt täglich; Dublin, fünfmal wöchentlich statt täglich; Montreal, fünfmal wöchentlich statt täglich; Palma de Mallorca, fünfmal wöchentlich statt täglich; Sofia, fünfmal wöchentlich statt täglich. Gleich ganz gestrichen werden von Basel aus Belgrad und von Genf aus Istanbul.

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Mit einer geballten Ladung an Neuheiten wartet Easyjet auf: Ab Zürich geht es neu zweimal täglich nach London Gatwick und ab Basel bzw. Genf gibt es einige lancierte sowie aufgestockte Verbindungen. Generell fällt im Winterflugplan 2009/10 auf, dass die Günstig-Airlines ihre Frequenzen ab Basel sowie Genf erweitern.

Basel wirkt am optimistischsten

«Die Low Cost Carrier fühlen sich bei uns wohl», sagt Bertrand Stämpfli, Pressesprecher des Genfer Flughafens. Zu den Erwartungen meint er: «Wir gehen davon aus, dass der Winter gar nicht schlecht sein wird. 2008 war die Krise schon spürbar, sodass die Ergebnisse 2009 im Vergleich bestimmt nicht schlechter sein werden.» Der Flughafen Genf rechnet für 2009 mit 2,5% weniger Passagieren (2008: 11,5 Mio Reisende).

Ähnlich klingt es beim grössten Flughafen des Landes: «Wir rechnen nach wie vor für das ganze Jahr mit einem Passagierrückgang von 3 bis 5% und mit einem Umsatzrückgang von 5 bis 8%», erklärt Marc Rauch, Pressesprecher des Zürcher Flughafens. Trotz Wirtschaftskrise stiegen 2008 die Passagierzahlen um 6,6% auf 22,1 Mio Reisende und die Umsatzwerte um 6,5% auf 855,1 Mio Fr.

Optimistischer blickt die Nummer drei unter den nationalen Flughäfen in die nähere Zukunft: «Der bislang festgestellte Rückgang der Nachfrage verlangsamt sich und wir rechnen mit leichten Zuwächsen in den Monaten November und Dezember», sagt Vivienne Gaskell, Pressesprecherin des Basler Flughafens. Aber auch mittelfristig sieht es nicht schlecht aus: «Insgesamt haben wir diesen Winter im Vergleich mit dem letzten wieder mehr Verbindungen.» Gaskell ergänzt: «Unser Portfolio der Destinationen ist um zusätzliche Angebote und weitere Frequenzen angereichert worden.» Grundsätzlich erwarte der Euroairport durch diese Neuheiten eine Geschäftsbelebung. «Und mit Air Arabia haben wir einen neuen Anbieter für die Strecke nach Casablanca im Programm.»