Der chinesische Chemiekonzern ChemChina zeigt offenbar nach wie vor grosses Interesse an einer Übernahme des Agrochemiekonzerns Syngenta – und das lässt damit den Aktienkurs der Schweizer im US-Handel aufkeimen. Wie am Mittwoch aus einem Bericht des Nachrichtenportals Benzinga hervorgeht, sind die Chinesen angeblich bereit, für Syngenta einen Preis von 44 Milliarden Franken zu bezahlen.

In früheren Medienberichten war die Rede von einem Angebot in der Höhe von knapp 42 Milliarden. Das neue Übernahmeangebot an die Syngenta-Aktionäre werde bereits am Freitag vorgelegt, schreibt Benzinga mit Bezug auf mit der Sache vertraute Personen.

Angst vor den Wettbewerbsbehörden

Mitte November hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg geschrieben, dass Syngenta ein Übernahmeangebot von ChemChina unter Berufung auf regulatorische Vorbehalte zurückgewiesen habe. Bereits im August hatte der Verwaltungsrat von Syngenta ausserdem eine Übernahmeofferte des Konkurrenten Monsanto zurückgewiesen. Einige Wochen später wurde dann ChemChina als möglicher Übernahmeinteressent ins Spiel gebracht.

Während des Handels am (heutigen) Mittwoch hatten erneut aufflammende Übernahmespekulationen den Kurs von Syngenta um 1,7 Prozent auf 366,10 Franken in die Höhe getrieben. Dabei wurden aber Medienberichte zu Fusionsgesprächen zwischen den Chemieriesen Dow Chemical und DuPont als Grund genannt. Im US-Handel legen die Syngenta-Papiere (ADR) mit aktuell +8,3 Prozent nun viel deutlicher zu.

(awp/ise)