Während wohlhabende Kunden für die Vermögensverwaltung in der Regel von einer Privatbank betreut werden, obliegen die finanziellen Angelegenheiten von High Net Worth Individuals oftmals einem Family Office, das mit verschiedenen externen Vermögenspartnern zusammenarbeitet. Für diesen Ansatz, auch bekannt als Multi-Banking-Setup, sprechen unter anderem eine breitere Abstützung der Anlagestrategie, Diversifikationsüberlegungen oder ausgewählte Kernkompetenzen. Damit verbunden ist allerdings ein erhöhter Koordinations- und Abstimmungsbedarf, denn mit der Anzahl der erteilten Mandate steigt auch die Komplexität bezüglich der Transparenz und die Notwendigkeit einer übergeordneten Kontrollinstanz. Nebst den Family Offices setzen neuerdings verstärkt auch wohlhabende Privatkunden auf einen Multi-Banking-Setup. Immer öfter wird deshalb die Vermögensmasse tranchiert und drei bis vier spezialisierten Vermögensverwaltern anvertraut.

Dabei steht einerseits die Diversifikation beziehungsweise die Risikominimierung in Bezug auf die gewählten Privatbanken sowie deren Anlagestrategien im Vordergrund, und andererseits der Wunsch, die Expertise der verschiedenen Finanzinstitute optimal zu kombinieren. Darüber hinaus können persönlich gewachsene Kundenbeziehungen, formaljuristische Beweggründe im Zusammenhang mit dem Wohn- und Lebensmittelpunkt sowie steuertechnische Fragen eine zentrale Rolle spielen.

Ein Multi-Banking-Setup ist für Privatkunden mit neuen, erfolgsentscheidenden Bedürfnissen verbunden. Damit sich die unterschiedlichen Mandatsbeziehungen optimal ergänzen und steuern lassen, ist eine Kontrollinstanz zwingend notwendig. Diese verantwortungsvolle Aufgabe wird in der Regel an die sogenannte «Hausbank» übertragen, die der Kunde aus dem Kreis der involvierten Finanzinstitute selektioniert. Ihr obliegen im Wesentlichen drei Aufgaben:

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Sie aggregiert zum einen sämtliche Portfolio-Aktivitäten, schlüsselt diese über alle Mandatsbeziehungen hinweg auf und vermag dadurch die einzelnen (Sub-)Anlagestrategien aus einer Gesamtoptik zu erfassen beziehungsweise die übergeordnete Anlagestrategie zu beurteilen.

Zum anderen identifiziert sie das gesamte Risikopotenzial, steuert aktiv die Verwaltung der Vermögenswerte und leitet unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen die Benchmarks für einen aussagekräftigen Performance-Vergleich ab. Last but not least überwacht sie die gesamte Vermögensallokation und zeichnet für die Strategiefestlegung sowie die daraus resultierenden Vorgaben für die einzelnen Teilmandate verantwortlich.

Nachhaltiger Anlageerfolg

Sicherlich gestaltet sich ein Multi-Banking-Setup gegenüber einer konventionellen Mandatsbeziehung anspruchsvoller in der Umsetzung. Wenn aber das komplexe und fein aufeinander abgestimmte Zusammenspiel aller involvierten Intermediäre über eine Hausbank professionell gesteuert wird, verspricht sie einen nachhaltigeren Anlageerfolg, der auf einer breit abgestützten Expertise beruht.