Flugzeuge von Airbus gibt es bald auch «Made in USA». Der europäische Hersteller hat den Grundstein für sein erstes Werk auf amerikanischen Boden gelegt. In der Stadt Mobile im Bundesstaat Alabama werden bis zu 1000 Mitarbeiter das Mittelstrecken-Erfolgsmodell A320 montieren. Es ist eine Kampfansage an den Erzrivalen Boeing , der den US-Markt beherrscht.

«Das Potenzial ist gross», sagte Airbus-Chef Fabrice Brégier in einer Videoansprache auf der Firmen-Website. Derzeit habe Airbus 17 bis 20 Prozent Marktanteil in den USA. Weltweit dagegen sind die zwei grossen Flugzeugbauer etwa gleich stark. Im ersten Quartal hatte Airbus bei den Auslieferungen neuer Maschinen knapp die Nase vorn, auch weil Boeings Vorzeigejet «Dreamliner» nach Batterieproblemen zwangsweise am Boden bleiben muss.

Airbus hatte im vergangenen Sommer seine Baupläne verkündet. Die ersten Flugzeuge sollen 2015 zusammengebaut werden, 2016 beginnt die Auslieferung an die Kunden, bis 2018 soll die Produktion dann auf 40 bis 50 Maschinen pro Jahr hochgeschraubt werden. Die USA mit ihren weiten Strecken sind der grösste Flugzeugmarkt der Welt und werden dies nach den Prognosen der Hersteller auf absehbare Zeit auch bleiben.

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(jev/rcv/awp)