Nachdem die UBS am Vortag vorzeitig ihr Zweitquartals-Ergebnis bekannt gegeben hatte, veröffentlichte sie am Dienstag nun auch den entsprechenden Quartalsbericht. Dazu zählt auch der erste Bericht der neu gegründeten UBS Schweiz.

Diese hat im zweiten Quartal einen Reingewinn von 512 Millionen Franken erzielt, wie es im Geschäftsbericht heisst. Die Gesamtbank hatte gestern einen Reingewinn von 1,21 Milliarden Franken gemeldet; allerdings sind die Zahlen von UBS Switzerland gemäss dem Buchhaltungsstandard Swiss Gaap Fer berechnet und damit mit den Konzernzahlen, die nach IFRS berechnet werden, nicht vergleichbar, wie Finanzchef Tom Naratil am Montag bereits dazu sagte.

Neugründung als Krisenprävention

UBS Switzerland hat ausserdem bei Erträgen von insgesamt 2'173 Millionen Franken und Ausgaben von 1'333 Millionen Franken einen operativen Gewinn von 840 Millionen Franken erzielt. Der Gewinn vor Steuern erreichte 566 Millionen, somit hat die Bank 54 Millionen Franken an Steuern bezahlt.

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Um in einer nächste möglichen Krise systemrelevante Teile fortführen und Problemgeschäfte abspalten zu können, hatte die UBS bereits im vergangenen Jahr den Umbau in eine Holding angekündigt, unter anderem mit einer eigenständigen Schweizer Tochtergesellschaft UBS Switzerland AG.

Umsetzung der neuen Rechtsform

Um die neue Rechtsform umzusetzen, tauschte die UBS Mitte Juni Aktien der UBS AG in solche der Holdinggesellschaft UBS Group AG um. Gleichzeitig wurde die UBS Schweiz AG mit einer eigenen Banklizenz ausgestattet. Die Bank ist nach eignen Angaben das erste Institut, das in der Schweiz diesen Schritt vollzogen hat.

Die neue Schweizer Tochter betreut rund 2,7 Millionen Kunden und weist eine Bilanzsumme von gut 300 Milliarden Franken Franken auf. Beschäftigt sind bei der UBS Schweiz mehr als 11'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

(awp/me/ama)