Die Natur macht dem Winterschlaf den Garaus. In prächtigsten Farben läutet sie die warme Jahreszeit ein. Die Fotoindustrie bietet einige verführerische Neuheiten für erholsame Spaziergänge in den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings.

Für Designfreaks ist an erster Stelle die Sony DSC-T300 für 500 Fr. zu nennen. Schmal, schlank und in elegantem Metallkleid kommt die neue Kompaktkamera daher. Der 3,5 Zoll grosse Touchscreen nimmt die gesamte Kamerarückseite in Anspruch und ermöglicht so eine angenehme Bildansicht und eine bequeme Bedienung ohne Tasten. Die Kamera hat eine Auflösung von 10 Megapixeln mit einem Carl-Zeiss-Vario-Tessar-Objektiv mit optischem 5fach-Zoom. Ein nettes Feature ist der «Smile-Shutter»; die Smile-Erkennung löst die Aufnahme erst aus, wenn das Zielobjekt lächelt.

Eleganz und Robustheit vereint die Olympus Mju 1030 SW mit Metallgehäuse in den klangvollen Farben Platinum Silver, Midnight Black und British Green. Es handelt sich um eine Kamera für jede Lebenslage: Die Mju 1030 SW ist wasserdicht bis zu 10 m Tiefe, stossfest sowie frost- und bruchsicher bis 100 kg. Selbstredend ist das Gehäuse kratzfest. Mit ihrem 3,6fach-Weitwinkel-Zoom (entspricht einem Kleinbildäquivalent von 28–102 mm) fängt sie auch grossflächige Stimmungsbilder ein. Der 10 Megapixel-Sensor, die Gesichtserkennung und der Digital Image Stabilisator garantieren gestochen scharfe Bilder: Also nichts wie rein in den Frühlingsregen (650 Fr.).

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Wer mehr auf Technologie hält denn auf Aussehen, der wird sich über die Sigma DP1 freuen. Für den stolzen Preis von fast 1400 Fr. ist die schlichte Kastenkamera sozusagen der Rolls-Royce der Kompaktmodelle. Sie richtet sich an ambitionierte Fotografen, die allerdings nie vergessen sollten, dass eine Kompaktkamera kein 1:1-Ersatz für eine Spiegelreflexkamera ist. Entsprechend müssen qualitative Abstriche für die Grösse in Kauf genommen werden. Einzigartig für eine Kleinbildkamera ist aber der Foveon-X3-Bildsensor in der Sigma DP1. Er ist grösser als die Bildsensoren üblicher Kompaktkameras. Und er benutzt nicht wie ein Farbfernseher einzelne Pixel für Rot, Grün und Blau – was die effektive Auflösung und Empfindlichkeit der Kamera nur weiter verringert –, sondern wie beim Film verschiedene Schichten innerhalb des Sensors, um die drei Grundfarben zu extrahieren. Dies erlaubt eine vollständige Aufzeichnung der Farbinformation in jedem Pixel. Die Bilder können übrigens auch im Raw-Format aufgezeichnet werden, was die Bearbeitungsmöglichkeiten um ein Vielfaches erhöht.

Ebenfalls einen Raw-Aufzeichnungsmodus und endlose Möglichkeiten für die manuelle Einstellung besitzt die Canon PowerShot G9 für 700 Fr. Und für Puristen gibts immer noch die Leica D-LUX 3 ab 900 Fr., den Defender unter den Fotomarken sozusagen.