Das Westschweizer Medizinaltechnik-Unternehmen Symetis plant noch im laufenden Jahr den Sprung an die SIX Swiss Exchange. Durch die Ausgabe neuer Aktien soll ein Bruttoemissions-Erlös von rund 80 Millionen Franken erzielt werden, exklusive einer Mehrzuteilungsoption, heisst es in einer Mitteilung. Derzeitige Investoren wollen 15 Millionen Franken der Emission zeichnen.

Die Einnahmen aus dem Börsengang will Symetis für die kommerzielle Geschäftserweiterung, Forschung und klinische Entwicklungsprogramme, den Ausbau der Produktionskapazitäten, die Stärkung der Bilanz sowie allgemeine Geschäftszwecke nutzen.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Credit Suisse begleitet

Die Credit Suisse wurde als Global Coordinator und Joint Bookrunner mandatiert, Jefferies Internationel Limited ist Joint Bookrunner. Die Bank Bellevue sowie Vontobel agieren als Co-Manager.

Symetis hat sich auf die Entwicklung von Systemen für die Transkatheter-Aortenherzklappenimplantation (TAVI) spezialisiert. TAVI ist eine minimal-invasive Behandlung für Patienten mit schwerer Aortenstenose. Sie wird bei Patienten angewandt, bei denen das Risiko eines standardmässig am offenen Herzen durchgeführten chirurgischen Ersatzes der Aortenklappe als zu hoch eingeschätzt wird.

Milliardenschwerer Markt

2014 erzielte Symetis einen Umsatz von 17,9 Millionen Franken, im ersten Halbjahr 2015 waren es 10,8 Millionen.

Das Marktvolumen dieser TAVI-Produkte habe laut jüngsten Einschätzungen 2014 bei 1,1 bis 1,5 Milliarden Dollar gelegen und dürfte bis 2019 auf bis zu 3 Milliarden Dollar ansteigen, so Symetis weiter. Das Unternehmen erachtet diese Schätzungen als realistisch.

(awp/dbe/ama)