Google Glass ist zurück: Auf der Webseite der US-Regulierungsbehörde «FCC» sind am Montag Fotos der nächsten Generation der Datenbrille aufgetaucht. In Googles Zulassungsantrag wird sie «GG1» genannt.

Optisch unterscheidet sich die Google Glass 2.0 nicht viel von der ersten Generation. Eines fällt aber sofort auf: Es fehlen das Mittelteil und der linke Bügel. Die neue Brille kann zusammengeklappt werden, so dass sie beispielsweise in die Hosentasche passt. Ausserdem erscheint das Display grösser zu sein.

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Mehr Akku

In einer ebenfalls veröffentlichten Anleitung heisst es, der Power-Button befinde sich nun auf der Rückseite der Brille. Der Akku soll länger halten.

Es gibt auch Fotos aus dem Inneren der Brille: Wie das Tech-Magazin «Ars Technica» schreibt, könnte sich Google von der Schallübertragung per Schädelknochen verabschiedet haben. Stattdessen sei nun ein Lautsprecher zu erkennen.

Google schweigt

Google hat sich bisher noch nicht zu den Fotos geäussert. Bei der Google Glass 2.0 könnte es sich um die sogenannte «Enterprise Edition» handeln. Im Sommer sickerte durch, dass Google sich mit der neuen Brillengeneration erst einmal auf Firmenkunden konzentrieren möchte.

Tony Fadell, ein ehemaliger Apple-Manager, verantwortet das Make-Over der Datenbrille, wie im Januar bekannt wurde. Fadell, der bei Apple unter anderem massgeblich an der Entwicklung der iPod-Player beteiligt war, kam vor knapp zwei Jahren mit dem Kauf von Nest, des von ihm mitgegründeten Herstellers vernetzter Thermostate, zu Google.

Herkulesaufgabe für Fadell

Fadell muss eine Herkulesaufgabe meistern: Obschon Google die Computerbrille im Frühjahr 2012 medienwirksam vorstellte, blieb sie bisher ein grosser Misserfolg. In der Öffentlichkeit stiess Google Glass vor allem aus Sorge um die Privatsphäre auf viel Ablehnung. Besonders viel Kritik kam aus Europa.

Zudem kämpfte die erste Version sogar nach einer Modifizierung mit kurzen Batterielaufzeiten und wurde während des Betriebs zu warm.

(ise/mbü)