Völlig überraschend verlässt die Chefredaktorin der «New York Times» nach drei Jahren ihren Posten. Jill Abramson war die erste Frau, die das hochgelobte Traditionsblatt führte. Ihr Nachfolger soll Dean Baquet werden. Der langjährige «Times»-Mitarbeiter wird der erste Schwarze an der Spitze der 1851 gegründeten Zeitung.

Warum die 60-Jährige geht, wurde nicht bekannt. Die «Times» schrieb selbst: «Der Grund für den Wechsel war zunächst nicht klar.» Abramson schrieb in der Zeitung, sie habe ihre Zeit mit der «Times» geliebt. «Ich konnte mit den besten Journalisten in der Welt arbeiten.»

Herausgeber Arthur Sulzberger würdigte ihren Nachfolger Baquet als die beste Besetzung der Spitzenposition: «Er ist ein hervorragender Reporter und Redakteur mit untrüglichem Urteilsvermögen für Nachrichten und dem Vertrauen und der Unterstützung der Kollegen auf der ganzen Welt.» Der 57-Jährige ist Gewinner des renommierten Pulitzer-Preises.

(sda/chb)