Die «New York Times» hat den Abwärtstrend im Online-Anzeigengeschäft gebremst. Der Werbeumsatz ging dort im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 0,2 Prozent zurück, wie das gleichnamige Verlagshaus mitteilte. Im dritten Quartal 2013 hatte das Minus noch 3,4 Prozent betragen.

Das Blatt gilt als Vorreiter für kostenpflichtige Internet-Inhalte, bekam aber zuletzt besonders stark den Preiskampf bei Online-Werbung zu spüren. Nun erzielte die Zeitung laut Chef Mark Thompson insgesamt den besten Anzeigenumsatz seit drei Jahren. In der klassischen Printausgabe setzte sich die Talfahrt mit einem Minus von 1,6 Prozent aber weiter fort.

Mehr Umsatz als erwartet

Auch der Gesamtumsatz des Verlagshauses sank im Schlussquartal um 5,2 Prozent auf knapp 444 Millionen Dollar. Doch damit schlug es sich besser als von Analysten erwartet (441 Millionen). Zudem kommt die Zeitung mit ihren Digital-Abos voran. Sie hatte unter dem Druck der Einnahmenflaute im Werbegeschäft neue Online-Abonnements auf den Weg gebracht, was sich nun auszahlt. Der Umsatz aus reinen Internet-Abos schnellte im vierten Quartal 13,7 Prozent in die Höhe auf 39,1 Millionen Dollar. Insgesamt legten die Abo-Einnahmen 2,7 Prozent auf 207,6 Millionen Dollar zu und machen 45 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Experten gelten vor allem Pläne für günstigere Web-Abos als Hoffnungsträger.

Früheren Angaben zufolge zählt die New Yorker Traditionszeitung inklusive ihrer internationalen Ausgaben rund 727.000 Online-Abonnenten. Während neben der «New York Times» auch andere englische Zeitungen wie das «Wall Street Journal» oder die «Financial Times» hinter sogenannten Bezahlschranken stecken, setzt sich der Trend in Deutschland nur langsam durch.

(reuters/dbe)