Der Bürgermeister von New York will das Wachstum des Fahrdienst-Anbieters Uber begrenzen. Er halte die geplante Gesetzgebung des Stadtrats, Uber ein Jahr lang nur ein Wachstum von einem Prozent zu erlauben, für «angemessen», sagte Bill de Blasio am Montag. «Ich finde, das sollte so schnell wie möglich verabschiedet werden», erklärte er gegenüber Journalisten. Der Stadtrat will die Auswirkungen des Fahrdienstes auf Verkehr und Umwelt untersuchen lassen.

Uber wirbt damit, dass in New York schon rund 20'000 Autos für das Unternehmen unterwegs sind – mehr als die 13'587 Taxis in der Stadt. Uber vermittelt über Smartphone-Apps und im Internet Fahrten von Privatleuten und deren Autos.

Von den Taxiverbänden gekauft

Uber fährt wegen der geplanten Gesetzgebung des New Yorker Stadtrats eine aggressive Kampagne gegen de Blasio: Er wolle 10'000 Jobs vernichten und den von Taxis vernachlässigten Stadtteile jenseits von Manhattan eine wichtige Dienstleistung vorenthalten. Der Bürgermeister sei von den Taxiverbänden gekauft. Auch die drei grossen New Yorker Zeitungen – «New York Times», «New York Post» und «Daily News» – haben das Gesetz gegen Uber heftig kritisiert.

Den Vorschlag von Uber, eine Online-Debatte zu führen, lehnte de Blasio ab. «Ich debattiere nicht mit Privatfirmen», sagte er. Uber sei ein «Multimilliarden-Unternehmen, und es benimmt sich wie eins». Uber stelle den Profit über alles.

(sda/ise/me)

 

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