Die Tage des bisherigen Medienimperiums von Rupert Murdoch sind gezählt: Am 28. Juni soll die seit Monaten vorbereitete Aufspaltung seiner News Corporation über die Bühne gehen. Die Fernsehsender und Filmaktivitäten laufen dann unter dem Namen 21st Century Fox. Die Verlagssparte mit dem Flaggschiff «Wall Street Journal» oder den britischen Zeitungen «Times» und «Sun» wird den alten Firmennamen weiterführen.

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Es entstünden zwei führende Unternehmen in ihren Branchen, erklärte Murdoch am Sitz in New York. Zuvor hatte der Verwaltungsrat der Aufspaltung seinen offiziellen Segen gegeben. Das war allerdings reine Formsache: Der Altmeister des Mediengewerbes ist nicht nur Chef, sondern auch Hauptaktionär des Konglomerats.

Hintergrund der Aufspaltung sind der Abhörskandal um die eingestellte britische Sonntagszeitung "News of the World" sowie die eingetrübten Aussichten für Printpublikationen. Dagegen läuft das Fernsehgeschäft, zu dem auch Sky Deutschland gehört, prächtig. Murdochs Macht wird durch die Aufspaltung nicht beschnitten: Er wird den grösseren Fernsehzweig als Chef führen und als Vorsitzender des Verwaltungsrats auch die Geschicke der Verlagssparte bestimmen.

(tke/vst/awp)